133 Hobbykünstler präsentieren sich in den Herbstferien bei der traditionellen Kreativ-Ausstellung

dzHerbstliche Verkaufsausstellung

Es ist wieder so weit. Vom 19. bis zum 21. Oktober verwandelt sich die Fröndenberger Gesamtschule in einen übergroßen Basar. 133 Künstler präsentieren Produkte, die es im normalen Laden nicht gibt.

Fröndenberg

, 11.10.2018, 17:41 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vor über 30 Jahren trafen sich ein paar Nachbarn in Langschede, um eigene Produkte zu präsentieren und zu verkaufen. Der kleine Markt war außerdem ein Treffpunkt für die Anwohner. In einer kleinen Schulaula in Langschede kamen damals zwischen sieben und 13 Aussteller zusammen. Wie viele es genau waren, ist nicht überliefert – wie viele jetzt kommen, sehr wohl. Denn der kleine Markt unter Nachbarn hat sich zu einer großen Messe gemausert, auf der dieses Jahr 133 Hobbykünstler aus 38 Orten in NRW ihre Werke an den Mann und an die Frau bringen wollen. Ein Treffpunkt für Händler und Besucher ist die Veranstaltung noch immer.

133 Hobbykünstler präsentieren sich in den Herbstferien bei der traditionellen Kreativ-Ausstellung

Künstlerin Maria Demandt wird dieses Jahr Acylbilder, Magnete und Grußkarten an. © Marcel Drawe

Bunter Markt

Traditionell wird der Markt in der Mitte der Herbstferien in der Gesamtschule aufgebaut. Im Herbst gibt es dort keine Bauarbeiten – und natürlich auch keinen Schulbetrieb. Außerdem sei der Herbst eine Jahreszeit, in der die Menschen sich langsam in ihre eigenen vier Wände zurückziehen und sich auch schon über Weihnachten Gedanken machen, erklärt Hubert Sallamon vom Stadtmarketing. Da kommen Dekorationsartikel, selbst gestrickte warme Socken und potenzielle Weihnachtsgeschenke gerade gelegen. Auf der Kreativ scheint es nichts zu geben, was es nicht gibt. Von gehäkelten Ketten über Betonarbeiten und Schmuck aus Nespressokapseln bis hin zu Tapetentaschen werden einige Besonderheiten zum Verkauf geboten. Neue Aussteller sind in diesem Jahr unter anderem Monika Siebert aus Kamen (Betondeko, Stofftiere), Sigrid Zimmermann aus Oberhausen (Naturkosmetik) und Yvonne McCartney aus Frankfurt (Taschen, Hefthüllen).

133 Hobbykünstler präsentieren sich in den Herbstferien bei der traditionellen Kreativ-Ausstellung

Die Gesamtschule ist jedes Jahr gut gefüllt. Die meisten Besucher kommen am Sonntagnachmittag, weiß Hubert Sallamon vom Stadtmarketing aus Erfahrung. © Marcel Drawe

Textil ist im Trend

Die Kreativ-Messe geht bereits in die 34. Runde und „entwickelt sich von Jahr zu Jahr weiter“, so Sallamon. Auch die Trends verändern sich. War vor einigen Jahren noch Schmuck besonders gefragt, seien es nun Textilwaren. Die jüngeren Leute würden immer mehr auf gute Qualität achten – auch wenn die ihren Preis hat. „Handarbeit wird wieder geschätzt“, hat Sallamon beobachtet. „Fröndenberg Kreativ“ entwickelt sich darüber hinaus auch räumlich. Nach Jahren werde es eine komplett andere Schule geben, sagt Sallamon in Bezug auf die Bauarbeiten in dem Gebäude. Es werde heller und freundlicher sein. Außerdem seien Lerninseln geplant, die der Kreativ neue Möglichkeiten eröffnen, sich zu positionieren.

133 Hobbykünstler präsentieren sich in den Herbstferien bei der traditionellen Kreativ-Ausstellung

Damit es dieses Jahr kein Parkchaos gibt, hat Hubert Sallamon einen Plan mit Parkplätzen in der Fröndenberger Innenstadt erstellt. © Pott

Kleiner aber ausreichend

Fünf Ebenen gibt es dieses Jahr. Stände werden im Keller, im Eingangsbereich, im Großraum, in der alten Mediathek und in der Galerie aufgebaut – diese kann wegen der Bauarbeiten aber nicht vollständig genutzt werden. Enger werde es auf der Messe deshalb aber nicht werden, so Sallamon. Die Händler würden die Plätze nach Größe buchen und da einige dieses Jahr weniger Platz benötigten, komme er mit dem verfügbaren Raum aus. „Es kommen alle unter.“

Der wunde Punkt

„Parken ist der wunde Punkt der letzten Jahre“, sagt Sallamon. Nachdem die Parkplatzsuche in den vergangenen Jahren für Unmut und Chaos rund um die Schule herum sorgte, wappnet sich das Stadtmarketing in diesem Jahr mit Parkhelfern. Sie sollen den Besuchern zu Parkplätzen, wie dem am Hallenbad und am Wiesengrund lotsen. In den vergangenen Jahren haben diesen Job noch die Abiturienten des 13. Jahrgangs übernommen. Dieses Jahr helfen diese nicht mit – dafür aber die Zehntklässler. Nicht als Parklotsen, sondern als Helfer für den Auf- und Abbau möchte Sallamon die Jugendlichen einsetzen, die damit ihre Kasse für die Abschlussfeier auffüllen können. „Ich bin gespannt, ob das klappt“, sagt er. Schließlich müssen die Schüler am Donnerstag vor der Messe Tische und Stühle aus den Klassen im ganzen Gebäude verteilen und am Montag wieder zurück an ihren Platz bringen.

Zwischen dem 19. und 21. Oktober lädt das Stadtmarketing zur 34. „Fröndenberg Kreativ“ ein. Am Freitag öffnet die Hobbykünstler-Verkaufsausstellung von 15 bis 19 Uhr und Samstag und Sonntag je zwischen 11 und 18 Uhr. Der Eintritt kostet 1,50 Euro. Für Verpflegung sorgt der Förderverein der Overbergschule und die Türkisch-Islamische Gemeinde Menden/Fröndenberg. Bürgermeister Friedrich-Wilhelm-Rebbe eröffnet die Ausstellung am Freitag um 15 Uhr.
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