12 Nonnen auf dem Schützenfest: Ein besonderes Geschenk für die Bausenhagener

dzFestzug in Kostüm

Was machen Nonnen, Pater und Graf Engelbert beim Umzug der Bausenhagener Kirchspielschützen? Der Heimatverein steckt hinter der Aktion.

Fröndenberg

, 07.06.2019 / Lesedauer: 3 min

„Ich hoffe, dass nicht 30 Grad im Schatten sind“, sagt Mechthild Wittmann vom Heimatverein. Sie meint den großen Jubiläumsfestzug der Kirchspielschützen Bausenhagen am Sonntag, 7. Juli, um 14.30 Uhr. Die Schützen feiern in diesem Jahr ihren 200. Geburtstag. Und der Heimatverein hat sich ein besonderes Geschenk ausgedacht: Mehr als 20 Mitglieder und Freunde des Vereins werden den Schützenumzug in historischen Kostümen begleiten. Und unter so einem Gewand werde es bei sommerlichen Temperaturen doch sicher ordentlich heiß, befürchtet die ehemalige Mitarbeiterin der Stadtverwaltung. Hoffentlich gebe es auf der Strecke Verpflegung.

Heimatverein möchte Brauchtumsverein unterstützen

Nichtsdestotrotz waren die meisten, die vom Heimatverein angesprochen wurden, sofort von der Idee begeistert. Grundsätzlich möchte sich der Heimatverein zukünftig noch mehr ins Stadtleben einbringen. Und in diesem Zusammenhang auch Brauchtumsvereine wie die Schützen unterstützen. Die waren sofort begeistert von der Bereicherung für ihre Parade, sagen Heinz-Josef Pott und Joachim Herrmann von Kirchspiel Bausenhagen. Sie haben beim Treffen mit Mechthild Wittmann und Willi Schnieder vom Heimatverein bereits einen kleinen Vorgeschmack bekommen, was sie zum Umzug im Juli erwartet.

Mechthild Wittmann trug in dieser Woche eines von zwölf Nonnenkostümen – eine Leihgabe der kfd St. Marien. Willi Schnieder war im Stadtführerkostüm gekommen. Die Rollen werden sich zum Umzug noch einmal verändern. Auch Lokalpolitiker wie Sabina Müller und Andrea Molitor werden dabei sein, verrät Wittmann. Gerd Greczka müsse noch gefragt werden, er würde einen guten Pater abgeben, scherzt sie.

12 Nonnen auf dem Schützenfest: Ein besonderes Geschenk für die Bausenhagener

Unter anderem in der Partnerstadt Hartha kamen die historischen Kostüme zum Einsatz. © Archiv

Graf Engelbert trägt ein 25 Kilo schweres Kettenhemd

Einige der von den kfd-Frauen handgenähten Nonnen-Kostüme wurden schon zu Feierlichkeiten in der Partnerstadt Hartha getragen. Auch bei Besuchen der Maischützen in Bochum kommen zum Beispiel die Stadtführerkostüme zum Einsatz. Besonders schwer zu tragen hat Graf Engelbert mit seinem 25 Kilo schweren Kettenhemd. Auch mit dabei sind Johann Dietrich von Steinen (Historiker und evangelischer Pfarrer zu Frömern im 18. Jahrhundert), Ida von Plettenberg (Äbtissin des gemischt-konfessionellen Damenstifts Fröndenberg) und weitere historische Persönlichkeiten.

Wo auch immer die Kostüme erscheinen, bringen sie den Menschen Freude, weiß Mechthild Wittmann. Sie erinnert sich an einen Auftritt im Schmallenbach-Haus. Da hätten die Senioren doch tatsächlich gedacht, dass die Nonnen zurück sind - und das sehr begrüßt.

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