Stadtwerke-Fusion ist besiegelt: Politik in Fröndenberg und Wickede gibt grünes Licht

dzStadtwerke Fröndenberg

Die Fröndenberger sprechen von einem Meilenstein – und auch Wickede ließ sich von den geduldig ausgehandelten Vertragsbedingungen überzeugen. Jetzt steht einer Fusion der Stadt- und Gemeindewerke nichts mehr im Wege.

Fröndenberg

, 25.06.2020, 11:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich war bereits klar, dass die Politik in Fröndenberg hinter dem Fusionsvorhaben steht: Freude und Erleichterung waren im Gesicht von Stadtwerke-Geschäftsführer Bernd Heitmann am Freitag dennoch abzulesen, als der Rat der Stadt Fröndenberg einstimmig für die Hochzeit mit den Gemeindewerken Wickede votierte. Der Entscheidung gingen nicht nur ein vor rund fünf Jahren erster gescheiterter Versuch, sondern auch monatelange intensive Gespräche voraus.

Auch die Gesellschafterversammlung stimmt zu

Im nicht öffentlichen Teil der Ratssitzung stimmte die Politik auch dem Konsortialvertrag einstimmig zu, im Anschluss an die Sitzung fand eine Gesellschafterversammlung der Stadtwerke Fröndenberg statt, die ebenfalls grünes Licht gab.

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„Mit den Fröndenberger Beschlüssen vom Mittwoch und der Zustimmung des Rats der Gemeinde Wickede am Dienstag ist die Fusion besiegelt“, freut sich Bernd Heitmann. Der Fusionsprozess werde nun eingeleitet und soll rückwirkend zum ersten Januar 2020 abgewickelt werden. Das werde ein paar Monate Zeit in Anspruch nehmen. Während die Zusammenarbeit im technischen Bereich bereits besteht, gelte es nun, Synergien im kaufmännischen Bereich herzustellen.

Gruppenfoto mit Abstand: Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Fröndenberg hat einen neuen Geschäftsführer gewählt (v.l.): Gerd Greczka, Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Fröndenberg, Dr. Martin Michalzik, Bürgermeister der Gemeinde Wickede, Alexander Loipfinger, Nachfolge-Geschäftsführung ab 2021 der Stadtwerke Fröndenberg, Friedrich-Wilhelm Rebbe, Bürgermeister der Stadt Fröndenberg, Bernd Heitmann, Geschäftsführer der Stadtwerke Fröndenberg, Herbert Ziegenbein, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Fröndenberg und Hans Regenhardt, Aufsichtsratsvorsitzender der Gemeindewerke Wickede.

Gruppenfoto mit Abstand: Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Fröndenberg hat einen neuen Geschäftsführer gewählt (v.l.): Gerd Greczka, Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Fröndenberg, Dr. Martin Michalzik, Bürgermeister der Gemeinde Wickede, Alexander Loipfinger, Nachfolge-Geschäftsführung ab 2021 der Stadtwerke Fröndenberg, Friedrich-Wilhelm Rebbe, Bürgermeister der Stadt Fröndenberg, Bernd Heitmann, Geschäftsführer der Stadtwerke Fröndenberg, Herbert Ziegenbein, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Fröndenberg und Hans Regenhardt, Aufsichtsratsvorsitzender der Gemeindewerke Wickede. © Stadtwerke

Das vollständige Vermögen der Gemeindewerke Wickede (Ruhr) GmbH wird von der Stadtwerke Fröndenberg GmbH beziehungsweise nach Umwandlung des Unternehmens der neuen Stadtwerke Fröndenberg Wickede GmbH aufgenommen. Die Gemeindewerke Wickede werden aufgelöst.

Mit 18 Prozent ist Wickede an der neuen Gesellschaft beteiligt

Die Gemeinde Wickede (Ruhr) wird mit 18 Prozent an der Stadtwerke Fröndenberg Wickede GmbH beteiligt sein. Die Beteiligung der Stadtwerke Fröndenberg an den Gemeindewerken Wickede in Höhe von 5 Prozent erlischt. Wickede bringt einen Geschäftsanteil von 955.000 Euro zum Stammkapital der Fröndenberger Stadtwerke von 4.350.000 Euro in die neue Gesellschaft mit ein.

Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe lobte die im zweiten Anlauf erfolgreichen Sondierungsgespräche zur Fusion, die in Summe „zu einem hervorragenden Ergebnis“ geführt hätten.

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Aufsichtsratsvorsitzender Gerhard Greczka ergriff in der Ratssitzung am Mittwoch ebenfalls das Wort und lobte den Erfolg der Verhandlungen. Er spricht von einem Meilenstein für die Fröndenberger Stadtwerke. „Mann kann als kleines Stadtwerk eben nicht alleine überleben“, so Greczka.

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