Zweite Stein-Stele nach Vorfall am NSU-Tatort aufgetaucht: Merkwürdige „Kunstaktion“ in Dortmund

Polizei

Die „Kunstaktion“ einer bislang unbekannten Gruppe beschäftigt seit Montagbend die Dortmunder Polizei. Erst tauchte am NSU-Tatort in der Nordstadt ein Objekt auf, dann ein weiteres.

Dortmund

, 04.02.2020, 15:52 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zweite Stein-Stele nach Vorfall am NSU-Tatort aufgetaucht: Merkwürdige „Kunstaktion“ in Dortmund

An einem zweiten Standort in Dortmund ist eine merkwürdige Stele aufgetaucht. © Polizei

Ein Zeuge meldete der Polizei am Montagabend (3.2.) ein verdächtiges Objekt aus Verbundpflastersteinen neben einer Gedenktafel an der Mallinckrodtstraße in Dortmund. Die Polizei sicherte daraufhin Spuren und ließ das verdächtige Gebilde entfernen.

Am Dienstagmorgen (4.2.) fanden Polizisten nach erneuten Hinweisen eine identische Stele an der Gedenkstätte in der Bittermark. Zusätzlich wurden dort Zettel sichergestellt, die auf eine dritte Stele in Dortmund hinwiesen sowie auf insgesamt neun weitere in Hagen und Köln.

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Der Inhalt dieses „Bekennerschreibens“ lasse darauf schließen, dass es sich um eine Kunstaktion einer unbekannten Gruppe handele, so die Polizei. Es soll an die Opfer des Holocausts erinnert werden.

„Das Geschehene darf niemals vergessen werden“

Unter anderem stand auf den Zetteln mit mehreren Tippfehlern: „Das Geschehene darf niemals vergessen werden“. Man wolle „die junge Generation zum Denken/Nachdenken“ anregen. Das Schreiben ist datiert mit dem 27. Januar.

Zweite Stein-Stele nach Vorfall am NSU-Tatort aufgetaucht: Merkwürdige „Kunstaktion“ in Dortmund

Dieses "Bekennerschreiben" ist in der Bittermark gefunden worden. © Polizei

Der Verdacht der Volksverhetzung und der Verdacht der Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener erhärteten sich demnach nicht.

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