Das Seniorenzentrum Rosenheim im Dortmunder Stadtteil Sölde war Ende August von einem größeren Corona-Ausbruch betroffen. © Oliver Schaper (Achivbild)
Seniorenzentrum Rosenheim in Sölde

Zwei Wochen nach Corona-Ausbruch im Seniorenheim: Wie ist die Lage?

Ende August sind in einem Dortmunder Seniorenheim 25 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie ist die Situation zwei Wochen nach dem Ausbruch?

Seit Beginn der Impfkampagne im Dezember 2020 war das städtische Seniorenzentrum Rosenheim im Stadtteil Sölde die erste Dortmunder Einrichtung dieser Art, in der sich das Coronavirus in größerem Maße verbreitet hat.

Ende August waren 25 Corona-Tests bei Bewohnerschaft und Personal positiv ausgefallen. Vermutlich war das Virus von außen hereingetragen worden.

Etwas mehr als zwei Wochen nach dem ersten Positiv-Fall sagt Martin Kaiser, Geschäftsführer der städtischen Seniorenheime: „Das Infektionsgeschehen hat sich weitestgehend beruhigt.“

Bewohner und Personal werden weiterhin PCR-getestet

Die Infektionen gehen laut Kaiser weiter zurück. Mitte der Woche waren noch 11 der insgesamt 120 Bewohnerinnen und Bewohner positiv, am Freitag ist die Zahl noch einmal auf 7 gesunken. „Die Tendenz ist weiter rückläufig.“

In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt würden weiterhin regelmäßig PCR-Tests vorgenommen.

Bei Twitter war zuletzt eine Information einer Person aus dem erweiterten Umfeld des Pflegeheims aufgetaucht. Demnach sei in Sölde ein Besuchsverbot für Angehörige ausgesprochen worden. Positiv Getestete müssten in Quarantäne ohne Kontakt zu anderen bleiben.

Kein Besuchsverbot, aber Hinweis auf Hygieneregeln

Martin Kaiser sagt dazu: „Wir haben kein Besuchsverbot ausgesprochen, weisen jedoch alle Gäste auf das Einhalten der Hygiene-Maßnahmen gemäß der Corona-Schutzverordnung hin.“

Für betroffene Bewohnerinnen und Bewohner gelte, dass sie sich „in ihren Zimmern aufhalten sollen“. Martin Kaisers Zwischenfazit: „Dies klappt im Grunde auch ganz gut.“ Die aktuelle Regelung sei auf „Hinweis des Gesundheitsamtes“ erfolgt, teilt der Geschäftsführer der städtischen Seniorenheime mit.

Hierbei handele es sich aber nicht um eine Isolation, wie sie in strengsten Corona-Zeiten Anfang 2021 angeordnet worden war.

Situation „entspannt sich von Tag zu Tag mehr“

„Mittlerweile entspannt sich die Situation von Tag zu Tag mehr, sodass Kontakte unter bestimmten Voraussetzungen – wie Einhalten der Hygiene-Vorgaben wieder eingeschränkt möglich sind.“

Auf Nachfrage sagt Kaiser, dass keine der Personen, die in den vergangenen Tagen vom Gesundheitsamt als ursächlich an Corona Verstorbene gemeldet worden sind, zur Bewohnerschaft des Rosenheims gezählt habe.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Seit 2010 Redakteur in Dortmund, davor im Sport- und Nachrichtengeschäft im gesamten Ruhrgebiet aktiv, Studienabschluss an der Ruhr-Universität Bochum. Ohne Ressortgrenzen immer auf der Suche nach den großen und kleinen Dingen, die Dortmund zu der Stadt machen, die sie ist.
Zur Autorenseite
Felix Guth

Unna am Abend

Täglich um 18 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.