Zwei Brüder werben für den Gründerstandort Dortmund und die Gründermesse „Die Initiale“

Gründerszene

„Die Initiale“ am Freitag in Dortmund richtet sich an Gründer und Gründungswillige. Es gibt 40 Vorträge und Workshops - vor allem geht es aber um die wichtigste Währung für Gründer.

Dortmund

, 04.10.2018, 17:40 Uhr / Lesedauer: 2 min
Zwei Brüder werben für den Gründerstandort Dortmund und die Gründermesse „Die Initiale“

Die Brüder Bani (l.) und Mani Etemad wollen auf der Messe „Die Initiale“ anderen Gründern helfen. Sie haben 2016 ihre Firma gegründet, mit der sie Gewürze, Säfte und Öle vertreiben. © Michael Schnitzler

Die Gründung neuer Unternehmen, sagt Wirtschaftsförderer Thomas Westphal, „ist und bleibt für Dormunds Strukturwandel der entscheidende Antriebsmotor“. Und der Motor läuft ganz gut: Die Dortmunder Industrie- und Handelskammer (IHK) beriet im vergangenen Jahr 837 Gründer aus der Region (2016: 600), es habe 874 mehr Gewerbean- als -abmeldungen gegeben, sagt IHK-Handels-Geschäftsführer Ulf Wollrath. Wobei in dieser Zahl auch einige Gewerbeummeldungen enthalten seien.

40 Vorträge und Workshops bei Messe „Die Initiale“

Um noch mehr Menschen zum Gründen zu animieren und Gründungswillige zu informieren und zu beraten, findet am Freitag (5. 10.) in den Westfalenhallen zum sechsten Mal die Messe „Die Initiale“ statt. 2017 kamen 1200 Besucher aus dem Ruhrgebiet, Westfalenhallen-Chefin Sabine Loos hofft diesmal auf noch mehr. Bei 40 Vorträgen und Workshops geht es um scheinbar banale Fragen wie die Bedeutung der Krankenversicherung für Gründer, um Werbe- und Marketingstrategien und um Finanzierungsmöglichkeiten.

Vor allem aber geht es um die wichtigste Währung für Gründer: Kontakte. Zu Experten und anderen Gründern, die einmal vor den gleichen Problemen standen und helfen können. So wie die Brüder Bani (30) und Mani (25) Etemad, der eine studierter Wirtschaftsingenieur, der andere Medizinstudent. Sie haben 2016 ihre Firma „Hera Vita“ in Dortmund gegründet – obwohl sie in Klagenfurt und Heidelberg studiert haben.

Brüder wollen Dortmund „zum Paradies für Gründer“ machen

Weil sie aber mit ihren Eltern vor 20 Jahren nach Dortmund zogen, „ist es uns eine Herzensangelegenheit, zum Wirtschaftsstandort Dortmund beizutragen“, sagt Mani Etemad. Man wolle gar helfen, Dortmund „zum Paradies für Gründer“ zu machen, ergänzt sein Bruder. Sätze, die Wirtschaftsförderer Westphal beim Pressegespräch zur „Initiale“ runter gingen wie Butter.

Oder eher wie Öl: Dieses, ebenso wie Säfte, Gewürze, Tee und Trockenobst, vertreiben die Etemad-Brüder nämlich. Online und in ihrem Geschäft im Kreuzviertel. Sie stehen bei der Messe als Gesprächspartner zur Verfügung und wollen helfen, sagt Bani Etemad: „Ohne Unterstützung geht es nicht.“

Vortrag: „Indiana Jones und der Förderdschungel“

Unterstützung gibt’s auf der Messe auch im „Beratungsquartier“ der Wirtschaftsförderung, wo Besucher sich kostenlos mit Experten 30 Minuten austauschen können.

Andere Aussteller beraten zur Gründung im Nebenerwerb und erklären, mit welcher Bürokratie man sich herumschlagen muss.

Dazu gibt es Vorträge mit hübschen Titeln wie „Indiana Jones und der Förderdschungel“ und „Gesund gründen damit dir die Puste unterwegs nicht ausgeht“. Was die Veranstalter betonen: Die Messe richtet sich nicht nur an innovative Start-ups, sondern genauso an konventionelle Gründer, die einen Handwerksbetrieb oder ein Lebensmittelgeschäft eröffnen möchten.

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