Zu viele Schweine: Autobahnpolizei zieht Tiertransporter aus dem Verkehr

Polizei Dortmund

Ganze 177 Schweine in einem Lkw: Das war zu viel. Die Polizei Dortmund hat einen 40-Tonner mit erheblichem Übergewicht gestoppt. Teuer wird das Ganze, weiterfahren durfte der Lkw trotzdem.

von Paula Protzen

Dortmund

, 17.01.2020, 14:54 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zu viele Schweine: Autobahnpolizei zieht Tiertransporter aus dem Verkehr

Schweine sehen aus einem Spalt der Heckladeklappe eines verunglückten Schweinetransporter. (Symbolfoto) © dpa

Am Montagmorgen (13.1.) zog die Autobahnpolizei auf der A2 einen Tiertransporter aus dem Verkehr. Auf drei Stockwerken hatte er 177 Schweine geladen. Das war zu viel, wie die Polizei Dortmund berichtet.

Übergewichtig und ohne Erlaubnis unterwegs

Tatsächlich habe der 40 Tonner 4,6 Tonnen Übergewicht gehabt. Der Vorwurf, dass er zu viele Tiere aufgeladen habe und das zulässige Gesamtgewicht überschritten habe, ließ den 47-jährigen Fahrer aus Petershagen laut der Polizei allerdings kalt.

Zudem sei aufgefallen, dass die Berufskraftfahrer-Qualifikation des Mannes seit sieben Monaten ausgelaufen war: eine Ordnungswidrigkeit.

Saftige Strafe für Fahrer und Spediteur

Um für die Tiere den Aufenthalt im Transporter nicht unnötig zu verlängern, habe der Fahrer trotzdem die Fahrt ins 50 km entfernte Gelsenkirchen antreten dürfen. Die Polizei ermittelt sowohl gegen den Fahrer als auch gegen den Spediteur. Diesen hat sie im Verdacht, durch die Überladung Zeit und Personal zu sparen, um so illegal seine Gewinne zu erhöhen.

Den zusätzlichen Gewinn berechnet die Polizei auf 1150 Euro. Bewahrheite sich ihr Verdacht, dürfe sie diese sogenannten „Tat-Erträge“ einziehen. Für das Fahren ohne Berufskraftfahrer-Qualifikation müsse der Fahrer 250 Euro Strafe zahlen, sein Spediteur noch einmal das Doppelte.

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