Zeitumstellung: Ab Sonntag gilt die Winterzeit – Das hilft beim Mini-Jetlag

Zeitumstellung

Am Wochenende (26./27.10.) werden die Uhren auf Winterzeit gestellt. Das macht vielen Dortmundern Probleme. So vermeiden Sie es, müde und gereizt in die nächste Woche zu gehen.

Dortmund

25.10.2019, 11:27 Uhr / Lesedauer: 2 min
Zeitumstellung: Ab Sonntag gilt die Winterzeit – Das hilft beim Mini-Jetlag

In der Nacht von Samstag auf Sonntag (27. Oktober) werden die Uhren um 3 Uhr eine Stunde zurückgestellt. © dpa

In der Nacht zu Sonntag (27. Oktober) wird wieder einmal an der Uhr gedreht: Um drei Uhr morgens wandert der große Zeiger um eine Stunde von der Sommerzeit auf die mitteleuropäische Zeit zurück.

Dass der Sonntag mit der Zeitumstellung eine Stunde länger ist, dürfte die meisten Menschen kaum stören. Dennoch gibt es Menschen, die die Zeitumstellung aus dem Rhythmus bringt, denn der Organismus erfährt durch die Zeitumstellung jedes Mal eine Art Mini-Jetlag, der die hochpräzise innere Uhr durcheinanderbringt. „Es kann einige Zeit dauern, bis sich der Körper an den neuen Rhythmus gewöhnt hat“, erläutert Thomas Pillig von der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) in Dortmund.

Besonders Frauen bereitet Zeitumstellung Probleme

Einer Umfrage zufolge leiden offenbar besonders Frauen unter der Zeitumstellung. Wie eine Forsa-Umfrage für die KKH zeigt, haben rund zwei Drittel der befragten Frauen Probleme beim Einschlafen und Durchschlafen oder kommen morgens schlechter in die Gänge. Bei den Männern sind dies 42 Prozent.

Das Marktforschungsinstitut Forsa hat im Auftrag der KKH 1.003 Personen im Alter von 18 bis 70 im Jahr 2019 repräsentativ befragt.

Jede vierte Frau gibt zudem an, wegen der Zeitumstellung tagsüber gereizt oder müde zu sein. Bei den Männern betrifft das nur jeden sechsten. Befragt wurden rund tausend Menschen zwischen 18 und 70 Jahren.

Auch vielen Kindern bereitet die Umstellung demnach zeitweise Probleme. Mehr als die Hälfte der Mütter (57 Prozent) gibt an, dass ihr Kind abends schlechter einschläft, und jede Dritte beschreibt ihr Kind als tagsüber müde und gereizt. Bei den Vätern berichten deutlich weniger Befragte über solche Beobachtungen.

Schlafens- und Essenszeiten nach und nach anpassen

Wenn es allerdings darum geht, wie man sich am besten an den neuen Rhythmus im Zuge der Zeitumstellung gewöhnt, sind sich Frauen und Männer nahezu einig. Rund jede dritte Frau und jeder dritte Mann lassen es langsam angehen und probieren, ihre Schlafens- und Essenszeiten nach und nach anzupassen.

Ebenfalls ein Drittel beider Geschlechter versucht, die Umstellung mit mehr Bewegung und frischer Luft auszugleichen, um abends besser einschlafen zu können. „Das ist auch genau richtig“, sagt Thomas Pillig. „Darüber hinaus stärkt Bewegung im Freien das Immunsystem. Gerade in der kalten Jahreszeit ist das sehr wichtig, um etwa auch Grippe und Erkältungen vorzubeugen.“

Am Sonntag wird an der Uhr gedreht – wie lange noch?

Viele Menschen haben von dem Hin und Her grundsätzlich genug und befürworten ein Ende der Zeitumstellung. Die EU-Kommission hatte am 31. August 2018 die Ergebnisse einer öffentlichen Befragung verkündet, wonach sich von 4,6 Millionen Teilnehmern mehr als 80 Prozent für die Abschaffung der halbjährlichen Zeitumstellung aussprachen.

Das EU-Parlament sprach sich folglich für ein Ende der Zeitumstellung ab 2021 aus. Noch gibt es im Kreis der EU-Staaten jedoch wenig Fortschritte, es hapert an Absprachen. Ein Flickenteppich verschiedener Zeitzonen soll verhindert werden.

mit dpa

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