Westfalenhallen-Weg: OB Sierau weist Vorwürfe von Velocity-Ruhr zurück

dzAbkürzung zum Stadion

Im Streit um den Verbindungsweg zwischen Lindemannstraße und Strobelallee gibt es eine Klarstellung von OB Ullrich Sierau. Es geht unter anderem um die Einladung zu einem Gespräch.

Dortmund

, 26.11.2019, 18:03 Uhr / Lesedauer: 2 min

Oberbürgermeister Ullrich Sierau wollte den Knoten im Streit um den Verbindungsweg zwischen Lindemannstraße und Strobelallee zerschlagen. Den Weg, der durch das Gelände der Westfalenhallen führt, hätte die Westfalenhallen-GmbH wegen ihres Lagerverkehrs am liebsten ganz geschlossen und nur als Abkürzung für Fans bei BVB-Heimspielen geöffnet. Die Lobby von Radfahrern und Fußgängern möchte den Weg weiterhin auch ohne temporäre Sperrungen offen halten.

Bei einem Gespräch zum Interessensausgleich am 19. November, zu dem OB Sierau Vertreter von Westfalenhallen, Polizei und ADFC eingeladen hatte, schien ein Kompromiss gefunden. Allerdings nicht für Velocity-Ruhr, eine von 33 Organisationen und Initiativen, in deren Namen das Netzwerk für Fahrradmobilität im Ruhrgebiet spricht.

Sierau weist „Unterstellungen“ zurück

In einer Presseerklärung hatte Peter Fricke, Sprecher von Velocity-Ruhr, kritisiert, außer dem ADFC sei keine der Organisationen zu dem Gespräch eingeladen worden. Diese „Unterstellungen“ weist Sierau zurück und lässt die Geschehnisse Revue passieren.

Fricke hatte am 18. November, also einen Tag vor dem Gespräch, einen Brief an den Rat geschrieben mit der Forderung, den Verbindungsweg unbegrenzt offen zu halten und einem Vorschlag, wie das aussehen könnte. Dem Vorsitzenden des Rates, OB Sierau, allerdings hatte er den Brief nicht zukommen lassen.

Sierau sagt, er habe lange, bevor dieser Brief verschickt worden sei, nämlich nachdem das Ergebnis zum Wettbewerb der neuen Brücke über die B1 vorlag, zu dem Gespräch am 19. November eingeladen und von dem Brief nichts gewusst. Auch bei dem Gespräch habe der ADFC-Vorsitzende Werner Blanke das Schreiben von Velocity-Ruhr nur beiläufig erwähnt. Sierau: „Ich habe von dem Brief nichts gewusst, auch weil ich nicht angeschrieben wurde. Insofern kann Herr Fricke nicht sagen, dass er nicht eingeladen worden sei.“

Gespräch führte zu Paradigmenwechsel

Er habe auch nicht gesagt, dass Werner Blanke vom ADFC allem zugestimmt hätte, stellt Sierau weiter klar, „ich habe dargestellt, dass es zwischen denjenigen, die am Tisch saßen, eine Klärung gegeben hat.“

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Das Gespräch habe zu einem Paradigmenwechsel geführt, gegenüber dem, was anfangs auf dem Tisch gelegen habe, erläutert Sierau. Statt einer Sperrung und zeitweisen Öffnung soll der Weg nun offen bleiben und nur im Bedarfsfall, falls sich zwei Großveranstaltungen der Westfalenhalle und des BVB in die Quere kommen, vorübergehend geschlossen werden mit entsprechenden Hinweisen auf die kürzesten Umwege.

Wie häufig das zum Problem werden kann, soll die Westfalenhalle nun auflisten. Diese Problemlage werde sich nur in wenigen Zeitabschnitten im Jahr stellen, so Sierau: „Dafür werden wir eine Lösung finden.“

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