Die Westfalenhalle und andere Gebäude in Dortmund werden am Dienstag rot erleuchtet. © Oskar Neubauer (Archiv)
Kulturstätten

Westfalenhalle leuchtet rot – das hat einen wichtigen Grund

Die Signalfarbe wird schon von Weitem zu erkennen sein: Die Westfalenhalle und andere Gebäude in der Stadt leuchten in knalligem Rot. Das hat einen Grund.

Wer über die Bundesstraße 1 in Dortmund fährt, wird es bereits von der Ferne aus entdecken: Die Westfalenhalle strahlt in roten Farben. Auch andere Gebäude leuchten am Dienstagabend ab 20.30 Uhr rot. Die Veranstaltungsbranche möchte damit auf ihre wirtschaftliche Lage in der Corona-Pandemie hinweisen. Das Theater Dortmund, das Kongresszentrum, die Besucherpassage der Messe Dortmund und die Westfalenhalle werden durch das rote Licht unter dem Motto #AlleLichtMachen an die schwierige Situation erinnern. Sie senden damit einen Appell an die Veranstaltungs-Wirtschaft und an die Öffentlichkeit.

„Das Jahr 2020 wird in die Geschichte eingehen als das Jahr mit der geringsten Zahl an Veranstaltungen. 23 Veranstaltungen sind allein im Messebereich ausgefallen. Fünf Messen konnten verschoben und im zweiten Halbjahr realisiert werden.“, sagt Robin Uhlenbruch, Sprecher der Westfalenhallen Unternehmensgruppe GmbH, in einer Stellungnahme.

„Auch die Westfalenhalle blieb von Absagen natürlich nicht verschont. Doch für den Großteil der mehr als 100 Konzerte, Shows und Sportevents konnten wir glücklicherweise nach intensiven Planungen Ersatztermine für die Jahre 2021. 2022 und 2023 festzurren“, so der Unternehmenssprecher.

Neue Lockerungen schaffen Möglichkeiten

Neubuchungen wie die DBT Finals im Juni und Vincent Weiß für 2022 sind durch die neuen Lockerungen in Dortmund nun doch in Planung.

Im Messebereich liefen aktuell die Vorbereitungen für den RESTART 2021 und die Veranstaltungen im 2. Halbjahr auf Hochtouren. „Auch im Konzertbereich konzentrieren wir uns auf die Umplanungen bzw. die neuen Termine aus 2020.“, so Uhlenbruch.

Durch die späte Öffnungsperspektive ergeben sich kurze Planungszeiträume für das zweite Halbjahr. Dies bedeute für viele Events, dass sie gar nicht oder nur eingeschränkt stattfinden können. „Über Monate der Unsicherheit hinweg haben die Messegesellschaften gemeinsam mit dem AUMA (Verband der deutschen Messewirtschaft, d. Red.) und der Initiative #AlarmstufeRot ein rechtzeitiges und klares Planungsszenario der Politik gefordert, um für alle Veranstaltungen im zweiten Halbjahr eine sichere Planung zu gewährleisten“, so Sabine Loos, Hauptgeschäftsführerin der Westfalenhallen Unternehmensgruppe GmbH.

Nicht nur Dortmund ist bei der Aktion mit von der Partie: Es werden deutschlandweit Messehallen, Wahrzeichen, Denkmäler, Eventlocations, Theater und Konzerthäuser durch die rote Beleuchtung ihre Solidarität zeigen. Es soll sich jeder angesprochen fühlen und ein rotes Licht auf seinen Balkon, in den Garten oder vor die Haustür stellen.

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