Wer soll die neuen Corona-Regeln kontrollieren? Stadt sucht Personal

Coronavirus

Neue Corona-Regeln wurden in den vergangenen Tagen in Dortmund erlassen. Doch wer soll eigentlich prüfen, ob alles eingehalten wird? Die Stadtverwaltung hat einen Plan.

Dortmund

, 26.10.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Stadt Dortmund will künftig die Einhaltung der Corona-Regeln intensiver kontrollieren (Symbolbild).

Die Stadt Dortmund will künftig die Einhaltung der Corona-Regeln intensiver kontrollieren (Symbolbild). © picture alliance/dpa

Maskenpflicht auf vielen Straßen im Zentrum und in den Stadtteilen, nur fünf Personen dürfen sich im öffentlichen Raum treffen, Gästelisten in den Restaurants: Diese und weitere Regeln gelten in Dortmund seit einiger Zeit.

In den vergangenen Wochen kamen immer mehr Vorgaben hinzu. Doch das Problem ist, dass die Stadt nicht mehr hinterherkommt, die Regeln auch zu kontrollieren.

Jetzt lesen

Daher kündigte Norbert Dahmen, Leiter des Ordnungsamtes, am Dienstag (27. Oktober) an, künftig mehr Beschäftigte aus den Ordnungsämtern auf die Straßen zu schicken. „Mehr Kontrollen fordern mehr Köpfe. Gerade dann, wenn Hinweise nicht mehr ausreichen.“

Bereits am Freitag (23. Oktober) hatte die stellvertretende Leiterin des Ordnungsamtes Heike Tassilo mitgeteilt, dass „Mitarbeiter aus den Bereichen Vollzugs- und Ermittlungsdienst, Ausländerbehörde, Lebensmittelüberwachung und Gewerbeabteilung sollen Kontrolldruck in die Fläche bringen, sodass die Regeln auch eingehalten werden.“

30 Mitarbeiter werden gesucht

Die Maxime der Stadt: „Das Einhalten der Regeln ist wichtiger als Bußgeld. Aber wir wollen auch den Kontrolldruck etwas erhöhen. Es soll eine freundliche Ansprache erfolgen, aber wir wollen künftig die Maßstäbe auch strenger umsetzen“, sagte Heike Tassilo.

Zusätzlich hat die Stadt vor kurzem eine Stellenanzeige auf ihre Internetseite gestellt. Gesucht werden 30 Mitarbeiter für den Außendienst der Corona-Taskforce. Die Task-Force wird ihre Arbeit zeitnah beginnen - einen genauen Start-Zeitpunkt gibt es laut Norbert Dahmen noch nicht. Die Arbeit der Task-Force soll bis zum 31. Dezember 2021 andauern.

„Körperliche Fitness wichtig“

Bei der Bewerbung ist das Beilegen eines polizeiliches Führungszeugnisses von Nöten. „Das gehört bei Mitarbeitern der Stadt zum Standard“, erklärte Ordnungsamtsleiter Norbert Dahmen.

In der Ausschreibung wird zudem mehrfach die körperliche Fitness erwähnt. Aber wozu ist diese eigentlich wichtig? Braucht es Fähigkeiten im Nahkampf? „Nein. Das ist damit nicht gemeint“, sagte Dahmen, „es geht darum, dass täglich mehrere Kilometer zu Fuß zurückgelegt werden müssen. Daher ist es wichtig, einen gewissen Fitnesszustand zu haben.“

Zu den Aufgaben gehört unter anderem die Kontrolle von privaten Feiern - mit Feststellung der Personenzahl, Nachverfolgbarkeit der Kontakte und weiteres sowie Streifengänge im Dortmunder Stadtgebiet mit Blick auf die Einhaltung der Corona-Schutzverordnung.

Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Corona-gerechte Gottesdienste
Video-Gottesdienste zu Weihnachten: „Menschen können auch am PC mitfeiern“