Stadt lässt 2019 weniger Autos abschleppen – aber in bestimmten Straßen steigt die Zahl

dzFalschparker

Fast 6000 Autos kamen 2019 in Dortmund auf Anordnung der Stadt an den Haken – weniger als im Vorjahr. In besonderen Straßen leben Falschparker indes riskanter als zuvor.

Dortmund

, 24.01.2020, 17:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Durchschnittlich 17 Mal am Tag ließ das Ordnungsamt 2019 Falschparker im Stadtgebiet abschleppen. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadt Dortmund hervor. Genau 5998 Fahrzeuge landeten vergangenes Jahr am Haken des Dortmunder Unternehmens Stracke, das im Auftrag der Stadt alle Abschlepp-Aktionen macht. 2018 waren es noch gut 200 Fahrzeuge mehr (6202). Die Stadt spricht trotz des leichten Rückgangs von einem „konstant hohen Niveau“.

Wer einmal am Haken hängt, für den wird es teuer: Zwischen 188 und 288 Euro nimmt Stracke für eine Abschleppung normalerweise, je nach Uhrzeit und Wochentag. Und dazu kommen noch die Ordnungsgelder der Stadt, die je nach Vergehen unterschiedlich hoch sind.

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Knapp die Hälfte aller Abschlepp-Aktionen (2423) betrafen Autos, die im absoluten Halteverbot standen. Auf Platz zwei der Abschlepp-Gründe lag das Parken in sogenannten „Spielstraßen“. In diesen verkehrsberuhigten Bereichen stieg die Anzahl der abgeschleppten Autos von 1015 im Jahr 2018 auf 1124.

In Spielstraßen, die vor allem in Wohngebieten in Vororten zu finden sind und die mit großen blauen Schildern gekennzeichnet sind, darf nur auf Flächen geparkt werden, die extra als Parkplatz ausgewiesen sind, außerdem ist nur Schrittgeschwindigkeit erlaubt. Viele Autofahrer kennen diese Regelungen nicht. Deshalb gab es in den vergangenen Jahren verstärkt Verkehrs- und Parkkontrollen in diesen Straßen.

Ein nicht zu geringer Anteil der Abschleppungen in Spielstraßen wird auch 2019 wahrscheinlich auf eine Straße entfallen, die keine klassische Spielstraße ist: die Silberstraße in der City. Hier wurden 2018 über 210 Fahrzeuge abgeschleppt.

Auch wenn die Stadt am Freitag keine aktuellen Abschlepp-Auswertungen für einzelne Straßen liefern konnte, wird diese Zahl 2019 nochmals angestiegen sein: Denn nach dem Umbau des Teilstücks zwischen Kolpingstraße und Hansaplatz ist nun die komplette Straße als Spielstraße ausgewiesen und eine beliebte Anlaufstelle der Ordnungsamts-Streifen. Allein an drei Tagen im Oktober kamen hier 23 Autos an den Haken.

Auf den weiteren Plätzen der Abschlepp-Gründe landeten das unerlaubte Parken auf Schwerbehindertenplätzen (535 abgeschleppte Autos) und auf Gehwegen, wenn beispielsweise kein Rollstuhlfahrer oder Kinderwagen mehr vorbei passt (528 Fälle).

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