Wenig Fortschritt: U-Bahn-Station Hauptbahnhof sollte Ende 2019 fertig sein

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Die Stadtbahn-Baustelle am Hauptbahnhof ist weiter vom Pech verfolgt. Erneut gibt es bei den seit sechs Jahren laufenden Arbeiten Verzögerungen. Die haben laut Stadt einen aktuellen Grund.

Dortmund

, 03.08.2020, 04:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

An Bauzäune hat man sich im Fußgängertunnel zwischen Königswall und Nordstadt schon gewöhnt. Seit Jahren laufen dort die Arbeiten für die Erweiterung der Stadtbahnstation Hauptbahnhof. Die Bahnsteige werden verbreitert, neue Zugänge zur Verteilerebene geschaffen.

Die Arbeiten dazu sind aufwendig. Und sie werden auch noch einige Jahre so weiter gehen. Denn die Verzögerungen nehmen kein Ende.

Später und deutlich teurer

Vor einem Jahr hatten die städtischen Tiefbauer erstmals offiziell eingeräumt, dass sich die unterirdischen Bauarbeiten an der Stadtbahnstation, die eigentlich bis Ende 2019 dauern sollten, massiv verzögern - und deutlich teurer werden. Die Kosten sind bislang von 36,9 Millionen auf 41 Millionen Euro gestiegen. Das Jahr 2022 wurde im Sommer 2019 als neues Zeitziel genannt.

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Aber man ist mit Prognosen vorsichtig geworden. Bei der Eröffnung des ersten neuen westlichen Zugangs zur U-Bahnstation am 5. März dieses Jahres sprach Oberbürgermeister Ullrich Sierau von einer Fertigstellung „nicht vor Ende 2022“ - was schon ein bisschen nach 2023 klingt.

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Dazu beitragen könnten die aktuellen Probleme. Denn bislang ist es bei der Eröffnung des westlichen Zugangs, mit dem man die Stadtbahnen in Richtung Süden erreicht, geblieben. Der östliche Zugang zum gegenüberliegenden Bahnsteig sollte, so hieß es damals, zwei Monate später folgen.

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Aus diesen zwei Monaten sind nun aber schon fünf Monate geworden - und noch immer steht der Bauzaun vor dem neuen Zugang. Wir haben nachgehakt. „Die Ausbauarbeiten haben sich leider nicht zuletzt durch die derzeitigen Pandemie-Umstände verzögert“, erklärte Stadtsprecher Christian Schön auf Anfrage. Wegen der Corona-Krise seien notwendige Materiallieferungen nicht eingetroffen.

Hinter dem Bauzaun im Fußgängertunnel laufen noch die Arbeiten.

Hinter dem Bauzaun im Fußgängertunnel laufen noch die Arbeiten am neuen Zugang zur U-Bahnstation. © Oliver Volmerich

Allzu lange soll die Verzögerung aber nicht mehr dauern. „Nach heutigem Stand geht das Tiefbauamt davon aus, dass auch der östliche Zugang bis Ende August 2020 freigegeben werden kann.“ Das wäre dann eine Verzögerung um vier Monate.

Arbeiten an der Nordseite

Die Freigabe des Mittelzugangs ist auch für den weiteren Fortgang der Umbauarbeiten von Bedeutung. Weil aus Sicherheitsgründen immer zwei Zugänge zum Bahnsteig nötig sind, kann mit dem Umbau des nördlichen Zugangs zur U-Bahnstation erst begonnen werden, wenn der neue Mittelteil mit Treppe und Aufzug in Betrieb ist.

Auf der Westseite ist das bereits der Fall. Dort konnte Anfang April der Umbau des nördlichen Zugangs begonnen und dazu die mehr als 35 Jahre alte Rolltreppe ausgebaut werden.

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