Welche Park-Lösungen kann es an der Elias-Kita in Dorstfeld geben?

dzNach Gerichtsurteil

Wenn es um die Parksituation an der Elias-Kita in Dorstfeld geht, liegen die Nerven blank. Nach dem Urteil des Verwaltungsgerichts soll sich das ändern. Nur wie kann die Lösung aussehen?

Dortmund

, 16.11.2018, 04:34 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie schlimm ist die Verkehrssituation an der Elias-Kita in der Trippestraße in Dorstfeld? Wenn es nach Kläger Herbert Kalthoff und dem Verwaltungsgericht geht: sehr schlimm. Sogar von einem „Tohuwabohu“ sprach der Richter am Mittwoch. Eine Auffassung, die auch Elternbeirat und Kita-Betreiber, die evangelische Elias-Gemeinde, teilen.

Seit zehn Jahren wohnt der Berufsfeuerwehrmann in der Trippestraße. Inzwischen ist die Verkehrssituation dort unerträglich „Ich würde hier nie mehr ein Haus kaufen.“ Das Problem seien weder Kita noch Kinder, sondern die Parksituation. Ständig würde seine Einfahrt von Eltern zugeparkt werden. Wenn er diese darauf anspricht, muss er sich teilweise mit Drohungen und Beleidigungen auseinandersetzen. Ähnlich Erfahrungen haben die Nachbarn gemacht. Letzte Woche sei einer Nachbarin gegen die Tür getreten worden nach einem Streitgespräch.

Wer einmal durch die Trippestraße fährt, kann sich vorstellen, dass hier in den Bringzeiten zwischen 7 und 9 Uhr viel los ist. Die Straße ist eng, die Häuser stehen quasi direkt am Gehweg. Parkmöglichkeiten gibt es so gut wie keine. Das Problem sei der Stadt laut Kalthoff schon während der Bauphas bekannt gewesen. Er hat ihr deshalb mehrfach geschrieben – und letztlich damals schon Klage beim Verwaltungsgericht eingereicht. „Ich bin bei der Stadt auf kein Gehör stoßen“, beschwert er sich. Immer wieder sei ihm versichert worden, dass man sich drum kümmern würde. Geschehen sei aber nichts.

Er könne verstehen, dass Eltern ihre Kinder zum Kindergarten bringen wollen. Es habe sich auch schon was verbessert, seitdem die Kita und der Elternbeirat Aushänge gemacht und Elternversammlungen geführt hätten. Doch nun kommen auch diese nicht mehr weiter. Deshalb habe man auch schon das Ordnungsamt eingeschaltet, so Julia Klüh vom Elternbeirat.

Problem ist auch die Lärmbelastung

Vielleicht würden Konsequenzen bei den Eltern mal helfen, so Klüh. Kalthoff bezweifelt das: "Dann würden die alle plötzlich vorbildlich stehen." Schließlich war das Ordnungsamt schon einmal da, stellte aber kein erhöhtes Verkehrsaufkommen fest. "Wenn ich um 12 Uhr vorbeigucke, ist hier auch niemand", sagt Kalthoff lediglich dazu.

Das große Problem seien nämlich nicht nur die falschparkenden Autos, sondern auch die Lärmbelastung: Da die Straße so eng ist, würden manche Autofahrer in der zweiten Reihe parken. Daraufhin würde gehupt.

Lösung soll einvernehmlich sein

Das Problem mit der Parkerei hat auch die Kita schon zu spüren bekommen: Auf ihrem Mitarbeiterparkplatz steht seit einiger Zeit ein Poller zur Einfahrt. Zuvor fuhren viele Eltern dort drauf, um ihre Kinder abzusetzen. „Mehrmals musste die Polizei kommen, weil es zu Unfällen kam“, weiß Kalthoff, „das war wie Tetris.“

Aber wie sieht die Lösung für die Anwohner aus? Pfarrer Jochen Schade-Homann ist hier eins wichtig: "Sie soll einvernehmlich sein." Da gibt ihm auch die Kita-Leiterin Annette Klüh recht. Und nicht zuletzt der Elternbeirat um Carsten Wittwer und Julia Klüh. In einer Stellungnahme der Stadt stand am Donnerstag, dass man kurzfristig das gemeinsame Gespräch suchen würde. Weitere Schritte könne die Stadt erst einreichen, wenn die schriftliche Urteilsbegründung vorliege. Bis dahin liegen die Nerven blank.

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