WDR-Lokalzeit aus Dortmund stand auf der Kippe - wurde dann aber doch gesendet

Landesstudio Dortmund

Es lag nicht am Sommerloch, dass die WDR-Lokalzeit am Donnerstagabend vor allem auf zeitlose Themen gesetzt hat. Das steckt dahinter.

Dortmund

, 22.08.2019, 13:50 Uhr / Lesedauer: 2 min
WDR-Lokalzeit aus Dortmund stand auf der Kippe - wurde dann aber doch gesendet

Hinter den Türen des WDR Landesstudios in Dortmund ist am Donnerstag weniger los als sonst. © WDR

Vor dem WDR-Landesstudio Dortmund am Mommsenweg ist am Donnerstag von 6 bis 24 Uhr mehr vor den Türen als hinter den Türen los. Rund 30 Mitarbeiter sind in den Warnstreik getreten, verbunden mit der Hoffnung, die regionale Berichterstattung unmöglich zu machen. Sie wollen den Druck auf die anstehenden Tarifverhandlungen erhöhen, erklärte auf Nachfrage Kay Bandermann, freier WDR-Mitarbeiter und Vertreter des Deutschen Journalistenverbands (DJV).

Am Freitag werden die Tarifverhandlungen fortgeführt. Der WDR hat 1,7 Prozent mehr Geld geboten, der DJV, so Bandermann, sei mit der Forderung von sechs Prozent in die Verhandlungen gegangen. Man habe sich dabei am Tarifabschluss des Öffentlichen Dienstes orientiert. Der liegt bei 8 Prozent mit einer Laufzeit von 33 Monaten. Der WDR sehe jedoch keinen Zusammenhang, sagt Bandermann.

Alle Berufsgruppen des WDRs vertreten

Alle Berufsgruppen – von Sekretärinnen, Kameraleuten und Reportern – sind unter den Streikenden vor dem WDR-Landesstudio. Sie werden von mehreren Gewerkschaften vertreten. Wie sie streiken auch Beschäftigte der übrigen zehn WDR-Regionalstudios. Es sei zweifelhaft, dass es am Donnerstag um 19.30 Uhr eine Lokalzeit geben werde, sagte Bandermann; denn für die Sendung werde nicht aktuell gearbeitet. Denkbar sei eine Sammelsendung für Gesamt-NRW. Der WDR konnte dazu auch noch keine Antwort geben.

Aktualisierung am 22.8. um 16.35 Uhr:

Dem Vernehmen nach wird eine Sendung aus Archivmaterial zusammengeschnitten.

Aktualisierung am 22.8. um 19.25 Uhr:

Wie eine WDR-Sprecherin mitteilt, werde die Lokalzeit gesendet - mit welchen Inhalten, da müsse man sich allerdings überraschen lassen.

Aktualisierung am 23.8. um 15.35 Uhr:

Nach Angaben von DJV-Vertreter Kay Brandermann sei in der gestrigen Sendung kein aktuell in Dortmund produzierter Beitrag zu sehen gewesen. Alle Inhalte seien entweder vorproduziert oder aus einem anderen WDR-Studio, das nicht bestreikt wurde, zugeliefert worden. Heute sei der Betrieb normal weitergelaufen. Zur Zeit laufen die Verhandlungen zwischen dem WDR und dem DJV. Sollte es am Freitag zu keiner Einigung kommen, sollen die Gespräche voraussichtlich Anfang September vorgesetzt werden.

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