Warum war CDU-Chef Kanitz am Wahlabend nicht bei seinem Kandidaten?

dzCDU Dortmund

„Wo ist Steffen Kanitz?“, lautete am Abend der OB-Stichwahl wiederholt die Frage im Rathaus. Für die Abwesenheit des Dortmunder CDU-Chefs bei diesem wichtigen Termin gab es einen Grund.

Dortmund

, 28.09.2020, 14:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Offene Kritik gab es nicht, aber Murren hinter vorgehaltener Hand: „Wieso ist Steffen Kanitz heute Abend nicht hier?“, lautete die Frage. Der Dortmunder CDU-Parteivorsitzende war nicht zur Stelle, um seinem Kandidaten am Abend der OB-Stichwahl im Rathaus den Rücken zu stärken, als dieser seine Niederlage gegenüber dem SPD-Kandidaten Thomas Westphal einräumen musste.

Von der Parteispitze anwesend waren nur die Vize-Vorsitzenden Claudia Middendorf, Sascha Mader und Thorsten Hoffmann.

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Allerdings hatte Kanitz einen triftigen Grund für sein Fernbleiben. Der Dortmunder CDU-Vorsitzende hatte direkt am Montagmorgen einen wichtigen Termin in Berlin.

Kanitz ist Mitglied der Geschäftsführung der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) und präsentierte gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Geschäftsführung Stefan Studt den Zwischenbericht mit Teilgebieten für die Endlagersuche für hoch radioaktiven Atommüll.

Rücktritt wird in Kürze erwartet

Sein Job, für den er die Woche über im norddeutschen Peine gebunden ist, war und ist weiterhin Grund für parteiinterne Kritik. Die CDU sei führungslos, heißt es, auch wenn die Vize-Vorsitzenden Kanitz‘ Aufgaben in Abstimmung mit ihm neu aufgeteilt haben.

Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, dass Kanitz mit Verweis auf seine berufliche Belastung Konsequenzen zieht und vom Amt des Vorsitzenden zurücktritt.

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