Polizei Dortmund

Waffenverbotszone am Hauptbahnhof nach nur zwei Stunden missachtet

Selbst Schraubenzieher könnten künftig beschlagnahmt werden - bei dem ersten Verstoß am Dortmunder Hauptbahnhof handelte sich allerdings um einen eindeutigeren Fall.
Nach nur zwei Stunden Waffenverbotszone stellte die Bundespolizei am Hauptbahnhof die erste Waffe sicher. © Ruhr Nachrichten

Seit Mittwochmittag (21.4) ist der Dortmunder Hauptbahnhof eine Waffenverbotszone. Rund zwei Stunden nach Inkrafttreten der Maßnahme, wurde bereits die erste Waffe sichergestellt.

Wie die Bundespolizei berichtet, kontrollierten die Beamten gegen 16 Uhr einen 18-Jährigen aus Dormagen. Wie sich herausstelle führte der junge Mann ein verbotenes Karambit-Messer mit sich.

Sogar Schraubenzieher könnten beschlagnahmt werden.

Ein solches Messer, so berichten die Beamten, wir vornehmlich in Indonesien und Malaysia zum Reisanbau genutzt, in den westlichen Ländern aber auch als Waffe.

Der 18-Jährige aus Dormagen führte ein Karambit Messer mit sich.
Der 18-Jährige aus Dormagen führte ein Karambit Messer mit sich. © Bundespolizei © Bundespolizei

Nach der neuen Verordnung dürfen keinerlei Gegenstände, die als Waffe verwendbar sind, am Hauptbahnhof mit sich geführt werden. Darunter könnten auch Baseballschläger oder Schraubenzieher fallen, folglich gingen die Beamten auch gegen den Träger des Karambit-Messsers vor.

Die Bundespolizei meldet, dass die Beamten ein Ordnungswidrigkeitenverfahren nach dem Waffengesetz gegen den 18-Jährigen eingeleitet haben.

Die Waffenverbotszone gilt von Mittwoch (21.4) bis zum Montagmorgen (26.4), jeweils von 14 bis 6 Uhr. Mehrmaliges Zuwiderhandeln kann mit einem Platzverweis und Bußgeld von bis zu 200 Euro geahndet werden.

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