Vom Mallorca-Flieger in die Polizeiwache: 49-Jährige kauft sich mit 3000 Euro frei

Flughafen Dortmund

Sie kam aus Mallorca und wurde noch an der Maschine am Dortmunder Flughafen von der Bundespolizei festgenommen. Die 49-Jährige hatte noch eine Rechnung mit der Justiz offen.

Dortmund

07.12.2019, 14:11 Uhr / Lesedauer: 1 min
Vom Mallorca-Flieger in die Polizeiwache: 49-Jährige kauft sich mit 3000 Euro frei

Das Fluggastdatengesetz hat der Polizei geholfen, die 49-jährige, verurteilte Frau zu fassen. © Foto: Peter Bandermann

Am „Nikolausmorgen“ (6. Dezember) nahmen Bundespolizisten eine 49-jährige Frau am Dortmunder Flughafen fest. Die auf der Ferieninsel wohnhafte Frau wollte mit einem Flug aus Palma dort einreisen.

Im Rahmen des Fluggastdatengesetzes wurde der Bundespolizei vorher die Passagierdaten übermittelt. Bei der Überprüfung dieser stellte sich heraus, dass gegen die 49-Jährige ein Haftbefehl des Oberhausener Amtsgerichts vorlag.

Dieses hatte die Frau im Oktober 2018 wegen gemeinschaftlichen Betruges zu einer Geldstrafe von 3000 Euro verurteilt. Gezahlt hatte sie den geforderten Betrag bis dahin nicht.

Auch Verwaltungsgebühren gezahlt

Bundespolizisten nahmen die 49-Jährige noch am Flugzeug fest und brachten sie zur Wache. Weil sie dort die geforderte Geldstrafe inklusive Verwaltungsgebühren (105,86 Euro) zahlte, blieb ihr so eine Ersatzfreiheitsstrafe von 150 Tagen erspart. Anschließend durfte sie die Bundespolizeiwache wieder verlassen.

Das Fluggastdatengesetz ermöglicht der Polizei seit 2017 die Verwendung von Fluggastdatensätzen zur Verhütung, Aufdeckung, Ermittlung und Verfolgung von terroristischen Straftaten und schwerer Kriminalität. Hierdurch wird der bereits bestehende europaweite Austausch von Erkenntnissen zwischen den Mitgliedstaaten der Europäischen Union durch ein neues Instrument ergänzt.

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