Veruntreuung im St. Johannes-Hospital: Jetzt will das Krankenhaus sein Geld zurück

Schadensersatz

Dem ehemaligen Buchhalter im St.-Johannes-Hospital, der über eine Million Euro Euro veruntreut haben soll, droht weiterer Ärger. Denn sein Ex-Arbeitgeber möchte jetzt sein Geld zurück.

Dortmund

, 29.06.2019 / Lesedauer: 2 min
Veruntreuung im St. Johannes-Hospital: Jetzt will das Krankenhaus sein Geld zurück

Die St.-Johannes-Gesellschaft klagt als Trägerin des Johannes-Hospitals eine Schadensersatzklage gegen einen ehemaligen Buchhalter. Der Mann soll einen siebenstelligen Betrag zur Seite geschafft haben. © Felix Guth

Die Katholische St.-Johannes-Gesellschaft hat eine Schadensersatzklage gegen einen ehemaligen Buchhalter über rund 1,2 Millionen Euro angestrengt. Das Arbeitsgericht Dortmund kündigt in einer Pressemitteilung an, dass ein Verhandlungstermin am 25. Juli (Donnerstag) ansteht.

Das Arbeitsgericht hatte bereits im Dezember 2018 einen sogenannten dinglichen Arrest in das gesamte Vermögen des Arbeitnehmers angeordnet. Dadurch wurde sämtliches Vermögen des ehemaligen Angestellten „eingefroren“, teilt Dr. Mark Oelmueller, Sprecher des Arbeitsgerichts, mit.

Buchhalter hatte über Jahre Geld auf sein Privatkonto geleitet

Mitte Mai war bekannt geworden, dass ein 36 Jahre alter ehemaliger Mitarbeiter der Kreditorenbuchhaltung über mehrere Jahre insgesamt 1,2 Millionen Euro auf sein eigenes Konto gewirtschaftet hatte.

Er hatte dazu gefälschte Rechnungen geschrieben, auf denen er die Namen von echten Firmen leicht abänderte. So standen scheinbar Zahlungen für reale Leistungen eines Transportunternehmens und eines Lieferanten für Krankenhaus-Kleidung in der Bilanz. Das Geld leitete der 36-Jährige auf sein Privatkonto.

Der Mann war seit 2009 in der Verwaltung der St.-Johannes-Gesellschaft beschäftigt. Zusätzlich zur Schadensersatzklage ermittelt die Staatsanwaltschaft Dortmund wegen des Verdachts der Untreue.

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