Auch in Dortmund werden FFP2-Masken oder andere vergleichbare medizinische Masken in Bus und Bahn Pflicht. © dpa
Corona in Dortmund

Verschärfte Corona-Regeln für Bus und Bahn – Warum DSW21 gelassen bleibt

Bus und Bahn dürfen nur noch mit medizinischen Masken genutzt werden. Diese Neuerung in den Corona-Vorschriften hat auch Folgen für das Dortmunder Verkehrsunternehmen DSW21.

In Bayern gilt die verschärfte Maskenpflicht in Bussen und Bahnen schon. Jetzt soll sie bundesweit kommen. So soll wohl im Nahverkehr und in Geschäften eine Pflicht zum Tragen von „medizinischen Masken“ eingeführt werden – also FFP2-Masken und sogenannte OP-Masken.

Die Pflicht gilt natürlich nicht nur für Fahrgäste, sondern auch für das Personal. Doch bei DSW21 sieht man dabei kein Beschaffungsproblem. Man habe in ausreichender Menge medizinische Masken verschiedenster Art vorrätig, teilt das Unternehmen auf Anfrage mit. Das Fahrpersonal bekommt schon seit Beginn der Pandemie auf Wunsch Masken ausgehändigt, etwa auch für die Fahrt zum Einsatz.

Mit einer generellen Einordnung der Berliner Beschlüsse hält man sich noch zurück. „Eine Bewertung möchten wir erst nach gegebenenfalls der Umsetzung in der NRW-Landesverordnung abgeben“, erklärt DSW-Verkehrsvorstand Hubert Jung.

Deutlich weniger Fahrgäste

Aber auch den Wunsch, dass Busse und Bahnen möglichst nur noch zu einem Drittel besetzt sein sollen, sieht man relativ gelassen. „Aufgrund des verschärften Lockdowns sind derzeit insgesamt etwa 40 Prozent der sonst üblichen Fahrgäste unterwegs. Damit bewegen wir uns im Branchendurchschnitt“, teilt DSW-Sprecherin Britta Heydenbluth mit.

Schon beim ersten Lockdown im Frühjahr 2020 hatte sich DSW21 anders als andere Verkehrsunternehmen entschieden, das Angebot an Bussen und Bahnen nicht zu reduzieren. Trotzdem wurde es in Stoßzeiten zeitweise eng. Eine Rolle spielte dabei aber vor allem der Schülerverkehr, der angesichts der Schulschließungen zurzeit ausfällt.

„Nach aktuellen Zählungen sind unsere Busse aber bereits jetzt schon oft zu weniger als einem Drittel der Zahl ihrer Steh- und Sitzplätze ausgelastet. Wir gehen davon aus, dass die Fahrgastzahlen noch weiter sinken werden, wenn die Homeoffice-Quote steigt“, erläutert Britta Heydenbluth.

Fahrplanwechsel erneut verschoben

Folgen hat die Verlängerung des Lockdowns bis mindestens Mitte Februar auf jeden Fall für den anstehenden Fahrplanwechsel bei DSW21. Der war ursprünglich für den 10. Januar geplant, war aber vor allem wegen der Schließung der Schulen verschoben worden.

„Das Angebot im Schulverkehr ist sicherlich der wichtigste Baustein im Fahrplanwechsel, dieser beinhaltet aber noch weitere Änderungen, die allen Fahrgästen zugute kommen“, erklärt Britta Heydenbluth. „Vor diesem Hintergrund haben wir den Zeitpunkt des geplanten Fahrplanwechsels Stand heute noch nicht abschließend entschieden.“

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Oliver Volmerich, Jahrgang 1966, Ur-Dortmunder, Bergmannssohn, Diplom-Journalist, Buchautor und seit 1994 Redakteur in der Stadtredaktion Dortmund der Ruhr Nachrichten. Hier kümmert er sich vor allem um Kommunalpolitik, Stadtplanung, Stadtgeschichte und vieles andere, was die Stadt bewegt.
Zur Autorenseite
Oliver Volmerich
Lesen Sie jetzt