Urteil zu Bombenanschlag auf Borussia Dortmund erwartet

Anschlag auf BVB-Bus

Mehr als eineinhalb Jahre nach dem Bombenanschlag auf die Mannschaft von Borussia Dortmund wird heute das Urteil gegen den Angeklagten erwartet.

27.11.2018, 04:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Urteil zu Bombenanschlag auf Borussia Dortmund erwartet

© dpa (Archiv)

Die Staatsanwaltschaft hat für den 29-Jährigen lebenslange Haft wegen versuchten Mordes gefordert. Der Anklagevertreter zeigte sich davon überzeugt, dass Sergej W. bei der Abfahrt des Mannschaftsbusses zum Champions-League-Heimspiel gegen AS Monaco drei Sprengsätze am Teamhotel des BVB zündete, um die Spieler zu töten und damit den Kurs der BVB-Aktie zum Absturz zu bringen.

In Russland geborere Deutsche bestreitet Tötungsabsicht

Sergej W. aus Rottenburg am Neckar hat zwar zugegeben, die Bomben gebaut und gezündet zu haben. Der in Russland geborene Deutsche bestreitet jedoch jede Tötungsabsicht. Es sei ihm allein darum gegangen, Angst und Schrecken zu verbreiten, hieß es in seinem Geständnis. Er habe mit Optionsscheinen auf einen Kurssturz der Aktie gewettet und auf einen Gewinn von „einigen Zehntausend Euro“ gehofft. Seine Verteidiger haben deshalb nur eine Haftstrafe wegen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion beantragt. Diese solle „deutlich im einstelligen Bereich“ liegen.

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Bei dem Anschlag am 11. April 2017 war der spanische Innenverteidiger Marc Batra im Inneren des Busses schwer am Unterarm verletzt worden. Ein Polizist, der dem Bus auf einem Motorrad vorausfahren sollte, hatte ein Knalltrauma erlitten. Der Beamte ist heute dienstunfähig.

dpa

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