Laut der Krankenversicherung AOK wurden 2019 überwiegend Menschen mit Kreislauferkrankungen in Krankenhäusern stationär behandelt. © Schaper (Archivbild)
Patienten und Mitarbeiter betroffen

„Ungewöhnlicher“ Corona-Ausbruch im Klinikum Dortmund: Stationen isoliert

Im Klinikum Dortmund gibt es einen Corona-Ausbruch: Betroffen sind zwei Stationen, die mittlerweile isoliert sind. Wie es zum Ausbruch kam, bezeichnet der Geschäftsführer als „ungewöhnlich“.

Bislang 15 positiv-getestete Patienten, dazu einige betroffene Mitarbeiter – im Klinikum Dortmund hat es einen kleineren Corona-Ausbruch mit der britischen Virus-Mutation gegeben. Zum Wochenanfang habe es die ersten positiven Tests gegeben, so Klinikum-Geschäftsführer Rudolf Mintrop.

Betroffen sei die in einem eigenen Gebäude untergebrachte Geriatrie – also dort, wo in der Regel Menschen höheren Alters behandelt werden. Die zwei Stationen mit Infizierten seien mittlerweile zu einer zusammengelegt und isoliert worden.

Art des Ausbruchs eher „ungewöhnlich“

Den Ausbruch bezeichnet Mintrop als „ungewöhnlich“ – denn ein eigentlich negativ getesteter Besucher hatte das Virus eingeschleppt. Man habe aber rekonstruieren können, dass der vorgelegte Test „falsch-negativ“ gewesen sei.

Grundsätzlich werden Besucher nur in Absprache mit den Stationsleitungen eingelassen. „Die Namen werden auf einer Besucherliste hinterlegt“, so Mintrop. Nur wer einen tagesaktuellen negativen Schnelltest vorlegen könne, werde eingelassen. In Einzelfällen sei der Schnelltest auch vor Ort möglich.

„Der Ausbruch zeigt, dass es zu so etwas auch kommen kann, wenn man alle Vorsichtsmaßnahmen trifft“, so Mintrop. „Das ist die Schwachstelle bei den Schnelltests: Man kann auch mit negativem Testergebnis schon infektiös sein.“ Die Test böten nur „eine gewisse Sicherheit, keine totale.“

Patienten und Personal per PCR-Tests überprüft

Nach dem Auftreten der ersten Fälle habe man Patienten und Personal der beiden betroffenen Stationen flächendeckend getestet. „In so einem Fall nutzen wir nur noch PCR-Tests, die wir in unserem eigenen Hygieneinstitut innerhalb weniger Stunden auswerten können“, so Mintrop.

Die beiden zu Anfang betroffenen Stationen habe man mittlerweile zu einer zusammengelegt. Das Ausbruchsgesehen habe man „unter Kontrolle“.

Die isolierten Patienten und das Personal werden im Abstand von zwei bis drei Tagen weiter getestet, so Mintrop. Alle infizierten Patienten seinen bislang symptomlos. „Es ist keiner im klassischen Sinne erkrankt.“

Das Gesundheitsamt der Stadt Dortmund habe man frühzeitig über den Ausbruch informiert. Die Nachverfolgung von Besuchern der betroffenen Stationen liegt in dessen Zuständigkeit. Eine Antwort auf unsere Anfrage, ob es in diesem Zusammenhang weitere positive Testergebnisse gegeben habe, stand am Donnerstagmittag (15.4.) noch aus.

Über die Autorin
Redakteurin
1983 im Münsterland geboren, seit 2010 im Ruhrpott zuhause und für die Ruhr Nachrichten unterwegs. Ich liebe es, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen und vor allem: zuzuhören.
Zur Autorenseite
Jessica Will
Lesen Sie jetzt