Umbau ab Mitte 2020: Parkplätze im Kreuzviertel müssen breiteren Radfahrspuren weichen

Radschnellweg Ruhr

Eigentlich sollten die ersten Umbauarbeiten für den Radschnellweg in Dortmund längst laufen. Doch jetzt gibt es einen neuen Zeitplan – und konkrete Maßnahmen für Radfahrer und Anwohner.

Dortmund

, 19.11.2019, 21:27 Uhr / Lesedauer: 2 min
Umbau ab Mitte 2020: Parkplätze im Kreuzviertel müssen breiteren Radfahrspuren weichen

So sieht die Große Heimstraße als Fahrradstraße in der Vision der Verkehrsplaner aus. Statt blauer wird es aber grüne Markierungen geben.

Angesichts des ersten, nur knapp einen Kilometer langen Teilabschnitts für den neuen Radschnellweg Ruhr in Dortmund, kommt Planungsdezernent Ludger Wilde ins Philosophieren: „Der erste Schritt ist der halbe Weg.“

Der erste Schritt hätte eigentlich längst gemacht sein sollen, doch er verzögert sich um ein Dreivierteljahr. Erst Mitte 2020 soll es endlich auch in Dortmund losgehen mit dem ersten Bauabschnitt für den Radschnellweg Ruhr (RS1), das Vorzeigeprojekt der Radschnellwege in Deutschland.

Erste Teilabschnitte der geplanten Strecke zwischen Duisburg und Hamm, beispielsweise in Mülheim sind bereits realisiert. Für den ersten Bauabschnitt in Dortmund – er führt durch das Kreuzviertel – hat die Verwaltung nun die Pläne fertiggestellt und wird nach dem Segen des Rates die Vergabe der Bauarbeiten vorbereiten.

Umbau ab Mitte 2020

Der Umbau ist nun für Mitte 2020 vorgesehen, die Bauzeit soll drei bis fünf Monate betragen. Der RS1 führt über die Große Heimstraße, Sonnenplatz und Sonnenstraße. Die Abschnitte werden als Fahrradstraße ausgewiesen. Die Radfahrer bekommen Vorrang – die Rechts-vor-Links-Regelung wird aufgehoben – aber die Autos dürfen die Fahrbahn mitnutzen.

Parken auf den Fahrbahnen und an den Baumscheiben sei dann nicht mehr erlaubt, erklärt Wilde. Doch die markierten Parkbuchten an den Rändern der Straße blieben erhalten. Die Ampel an der Große Heimstraße / Neuer Graben wird entfernt, die Fahrbahndecke im gesamten Verlauf vollständig erneuert.

Damit nebeneinander Radfahren möglich ist, wird auf dem Abschnitt der Sonnenstraße von Möllerbrücke bis Arneckestraße die Fahrbahn von 4,20 auf 5 Meter verbreitert, indem der südliche Bordstein versetzt wird. Die 13 Parkplätze vor den Häusern entfallen. Dadurch wird der Bürgersteig wieder breiter.

Als Ersatz für die wegfallenden Parkplätze sollen auf der Nordseite entlang der S-Bahn-Trasse irgendwann später neue Stellplätze entstehen. Wilde: „Wir sind darüber in Gesprächen mit der Deutschen Bahn.“

Fertigstellung in drei bis vier Jahren

Nach Fertigstellung des ersten Bauabschnitts soll der nächste in Richtung Osten, von der Arneckestraße bis Ruhrallee, nach Möglichkeit unmittelbar folgen, kündigt Wilde an. Die Ausführungsplanung sei in Bearbeitung. Zur Umsetzung müssen im nächsten Jahr in der Sonnenstraße im Bereich der Fachhochschule noch Fernwärmeleitungen verlegt werden.

In drei bis vier Jahren, hofft Wilde, soll der Radschnellweg in Dortmund quer durch das Stadtgebiet insgesamt fertiggestellt sein. Der RS1 soll künftig insbesondere Pendlern im Entfernungsbereich von 10 bis 15 Kilometern eine Alternative für die tägliche Fahrt zur Arbeit bieten und so den Umstieg vom Auto auf das Fahrrad fördern.

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