Trotz Hitze: Waldbrandgefahr in Dortmund niedriger als im kühlen Frühjahr

dzTrockenheit

Der Wald in Dortmund ist wegen anhaltender Trockenheit im Stress, doch trotz der Hitze war die Waldbrandgefahr in diesem Jahr schon mal höher. Das sind die Gründe.

24.07.2019, 14:29 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Feuerwehr geht trotz der aktuellen Hitzeperiode nur von einer mittleren Waldbrandgefahr in Dortmund aus, sagt Feuerwehrsprecher André Lüddecke. Der Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes sieht die Wälder in Dortmund auf Stufe 3 von 5.

Dortmund hat wenig Nadelwald, der bei lang anhaltender Trockenheit wie Zunder brennt, sondern überwiegend Mischwald. Allerdings lag auch hier im trockenen Frühjahr die Waldbrandgefahr höher als zurzeit. Und das hat seinen Grund: Weil es auch im Winter nur wenig geregnet hatte, war der Boden zu trocken, das trockene Herbstlaub noch nicht mit Grünpflanzen wie Farn bedeckt. Der wiederum beschattet den Boden und hält ihn länger feucht.

Im Graslandfeuerindex auf Stufe 4

In diesem Jahr, so André Lüddecke, habe es in Dortmund noch keinen Waldbrand gegeben, lediglich sei vor rund fünf Wochen in Kruckel ein Blitz in einen Baum eingeschlagen. Dennoch gilt zu beachten: Rauchen und Feuermachen im Wald ist nach dem Forstgesetz verboten.

Mehr Probleme machen der Feuerwehr aktuell die sogenannten Grasnarbenbrände, etwa auf Grünstreifen zwischen Fahrbahnen. Wenn Autofahrer ihre Zigarette nach draußen schnippen, statt im Aschenbecher zu entsorgen, kann es schnell zu einem Feuer kommen. Beim Graslandfeuerindex liegt Dortmund auf der Stufe 4 von 5. Das heißt: „hohe Gefahr“.

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