Tödlicher Unfall: Diese Strafe bekommt der Geisterfahrer in der Rettungsgasse

Brackeler Straße

Im August haben Autofahrer in Dortmund für Ärger gesorgt, weil sie in einer Rettungsgasse wendeten. Damit blockierten sie den Weg für Sanitäter. Jetzt gibt es einen Bußgeldbescheid.

Dortmund

, 06.11.2019, 11:58 Uhr / Lesedauer: 1 min
Tödlicher Unfall: Diese Strafe bekommt der Geisterfahrer in der Rettungsgasse

Der 18-Jährige wendete in der Rettungsgasse und wurde von einem Feuerwehrmann fotografiert. © Feuerwehr

Nach einem schweren Verkehrsunfall hatte sich im Sommer ein langer Stau auf der Brackeler Straße gebildet. Zwei Autos waren frontal zusammengestoßen, eine 69-jährige Frau starb noch am selben Abend im Krankenhaus.

Während der Bergungsarbeiten nutzten mehrere Autofahrer die Rettungsgasse, um aus dem Stau herauszufahren. Andere Wartende fotografierten die Geisterfahrer und meldeten sie der Polizei.

240 Euro Bußgeld und ein Monat Fahrverbot

Einer der Sünder ist laut Bild ein 18-jähriger Dortmunder, der jetzt seinen Bußgeldbescheid erhalten habe. Dem Bericht zufolge müsse er 240 Euro zahlen und einen Monat lang seinen Führerschein abgeben. Außerdem gibt’s zwei Punkte in Flensburg.

Die Bild zitiert einen Sprecher der Stadt Dortmund: „Eine Entziehung der Fahrerlaubnis kommt erst nach einem zweiten schwerwiegenden Verstoß in Betracht.“ Die Verlängerung der Probezeit des 18-Jährigen oder ein Aufbauseminar könnten noch angeordnet werden.

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Der Fahrer des weißen Audis hatte sich wenige Tage nach dem gefährlichen Manöver zu Wort gemeldet. Ein Polizist habe dem Fahranfänger gesagt, dass man das so machen könne, meinte er.

Nach dem Unfall war die Brackeler Straße fast vier Stunden lang gesperrt. Die später verstorbene 69-Jährige war in falscher Fahrtrichtung auf die Schnellstraße aufgefahren und mit einem entgegenkommenden Auto kollidiert.

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