Todesschüsse von Hanau: Demos gegen Rechtsradikalismus in Dortmund

Kundgebungen in der City

In Hanau hat ein Mann neun Menschen sowie danach seine Mutter und sich selbst erschossen - offenbar aus rechtsradikalen Motiven. Dortmunder planen mehrere Kundgebungen zum Thema in der City.

Dortmund

, 20.02.2020, 13:17 Uhr / Lesedauer: 1 min
Am frühen Abend veranstaltete die Linksjugend an der Katharinenstraße eine erste Kundgebung gegen den rassistischen Anschlag in Hanau.

Am frühen Abend veranstaltete die Linksjugend an der Katharinenstraße eine erste Kundgebung gegen den rassistischen Anschlag in Hanau. © Oliver Volmerich

Ein 43-jähriger Mann hat am späten Mittwochabend (19.2.) neun Menschen im hessischen Hanau bei Frankfurt erschossen. Die Ermittler vermuten rechtsradikalen Terror. An mindestens vier Tatorten in der Stadt starben die Menschen, später wurden noch der Täter und seine Mutter tot aufgefunden.

In ganz Deutschland werden zahlreiche Demonstrationen wegen der offenbar rassistischen Tat angemeldet. „Hanau ist überall“, ist das Motto einer der Veranstaltungen in Dortmund. Die Demonstration richtet sich „gegen rassistische Hetze und ihre mörderischen Konsequenzen“.

Für Donnerstagabend sind drei Kundgebungen zum Thema in Dortmund angemeldet worden. Ab 18 Uhr wird eine Gruppe an der Katharinentreppe zwischen Hauptbahnhof und Kampstraße erwartet. An der Katharinenstraße begann um diese Zeit eine Kundgebung der Linksjugend, um Solidarität mit den Opfern des rassistischen Anschlags in Hanau zu bekunden.

Für den späteren Abend ist dann ein „Aufzug“ geplant, wie es von der Polizei heißt. Um 19 Uhr beginnt der Zug am Friedensplatz und soll bis zum Nordmarkt führen. Für Freitag (21.2.) ist eine vierte Veranstaltung geplant: Ab 16 Uhr soll sie laut Polizei an der Kampstraße, Ecke Katharinenstraße, stattfinden. Als Veranstalter ist dafür im Internet das Bündnis „Tag der Solidarität“ zu finden, mit zahlreichen Unterstützern von AWO bis Schauspiel Dortmund.

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