Streik bei Eurobahn: In Dortmund, Lünen und Werne drohen Ausfälle

Tarifstreit

Auf den Strecken der Eurobahn in und um Dortmund könnte es in den nächsten Tagen zu Ausfällen kommen: Mitglieder der Bahngewerkschaft EVG haben deutlich für einen Streik gestimmt.

Dortmund

, 03.12.2019, 17:19 Uhr / Lesedauer: 1 min
Streik bei Eurobahn: In Dortmund, Lünen und Werne drohen Ausfälle

In der Vorweihnachtszeit drohen Streiks bei der Eurobahn. © Archiv

In der Vorweihnachtszeit könnte es für Bahnpendler ungemütlich werden. Am Dienstag (3.12.) stimmten 94 Prozent der Mitglieder der Bahngewerkschaft EVG für einen Erzwingungsstreik.

Nur die Zustimmung des Bundesvorstands fehle noch, so ein EVG-Pressesprecher. Ihm zufolge sei eine Entscheidung in den nächsten Tagen zu erwarten - und so der Beginn des Streiks bereits Ende dieser oder Anfang nächster Woche möglich.

Die EVG will für die bei ihr organisierten Mitglieder die Anwendung des EVG-Tarifvertrages auch bei Keolis/Eurobahn durchsetzen. Das Ziel: gegen die bisher bestehende Ungleichbehandlung der Beschäftigten, dass nur bestimmte Mitarbeitergruppen besser bezahlt würden, vorgehen.

Verhärtete Fronten

Laut Mittelung von Keolis seien die Fronten verhärtet, da die EVG eine Tariferhöhung von 7,5 Prozent sowie die Einführung von bis zu 42 Tagen Jahresurlaub fordere. Man habe jedoch bereits in 2018 das Wahlmodell mit 36 Tagen Jahresurlaub eingeführt und zudem 2019 eine Tariferhöhung von 5,2 Prozent über zwei Jahre vorgenommen.

Eine Voraussage, welche Standorte und Linien betroffen sein werden,

sei schwierig. „Um die Konsequenzen für die Fahrgäste zu minimieren, versuchen wir nicht streikende Kollegen flexibel einzusetzen", sagt Keolis-Geschäftsführerin Anne Mathieu.

In und um Dortmund verkehren unter anderem die Eurobahnlinien RE3, RB50 und RB59.

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