Gruppe bekennt sich zu Stelen mit Nazi-Andeutungen an Gedenkorten

Medienbericht

Die Verwirrung war groß, als eine merkwürdige Stein-Stele in der Dortmunder Nordstadt zu sehen war. Die Polizei ermittelte. Jetzt gibt es ein Bekenntnis der angeblichen Urheber zu der Aktion.

Dortmund

, 07.02.2020, 18:22 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gruppe bekennt sich zu Stelen mit Nazi-Andeutungen an Gedenkorten

Die Polizei beschäftigte sich am Montag (3.2.) mit dem Objekt an der Mallinckrodtstraße. © David Peters

An dem Ort, an dem der Kioskbesitzer Mehmet Kubasik von den Rechtsterroristen des NSU ermordet wurde, stand Anfang Februar eine Steinstele mit dubioser Aufschrift. Ein ähnliches Exemplar ist am Tag danach in der Bittermark gefunden worden.

Der Text „Jedem das Seine“ erinnerte an das Zugangstor zum Konzentrationslager Buchenwald, „6 Mio.“ stand ebenfalls auf den Stelen. Etwa so viele Juden sind durch die Nazis umgebracht worden. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelte.

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Jetzt hat sich eine Künstlergruppe aus Hagen zu der Aktion bekannt, wie der WDR berichtet. „Die ‚Kooperative K‘ hatte zum 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslager Auschwitz (27.01.2020) insgesamt zwölf Stelen aufgestellt“, ist im Artikel zu lesen. In Dortmund, Hagen und Köln befanden sich die Orte.

Ein „Kopf des Künstlerkollektivs“ habe dem WDR gegenüber sein Bedauern geäußert, dass die Aktion falsch interpretiert wurde. In der Bittermark hatte die Polizei erklärende Zettel gefunden. Darauf war die Rede davon, „die junge Generation zum Denken/Nachdenken anzuregen“.

Die „Kooperative K“ war für unsere Redaktion am Freitag bis 18 Uhr nicht zu erreichen. Beim Anruf über eine online angegebene Telefonnummer wurde gesagt, der richtige Ansprechpartner sei bis Montag nicht zu sprechen. Eine Facebook-Nachricht blieb unbeantwortet.

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