Stadt prüft alle privaten Abwasserleitungen unter Straßen und Gehwegen

Anschlussleitungen

Um die Verkehrssicherheit auf Straßen und Gehwegen sicherzustellen und Immobilien-Eigentümer vor unerwarteten Ausgaben zu schützen, prüft die Stadt 95.000 private Abwasserleitungen.

Dortmund

, 15.01.2020, 11:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Stadt prüft alle privaten Abwasserleitungen unter Straßen und Gehwegen

Eine bewegliche Kamera fährt bei der Prüfung privater Abwasserleitungen durch ein Abwasserrohr. © picture alliance/dpa

Die Stadtentwässerung wird in den nächsten 30 Jahren im gesamten Dortmunder Stadtgebiet alle rund 95.000 Grundstücksanschlussleitungen, also die Teile der privaten Abwasserleitungen im öffentlichen Raum, mit einer Kamera sichten und die Aufzeichnungen auswerten. Anschließend werden die Eigentümer über das Ergebnis einzeln informiert und können sich durch die Stadtentwässerung kostenfrei beraten lassen.

Eigentlich schreibt die Gesetzgebung in Nordrhein-Westfalen allen Grundstückseigentümern vor, den ordnungsgemäßen Zustand ihrer

Abwasserleitungen selbst zu überwachen. Das müssen sie auch weiterhin tun, doch die Stadtentwässerung will sie mit ihrem Expertenwissen dabei unterstützen. Die Prüfung der privaten Abwasseranschlussleitungen durch die Stadtentwässerung ersetzt aber nicht die sogenannte Zustands- und Funktionsprüfung.

Pflicht der Grundstückseigentümer

Viele wissen es nicht: Wenn auch der Landtag NRW für die Grundstücke in Wasserschutzzonen die Prüffrist bis Ende Dezember 2020 zurückgenommen hat, bleibt jeder Hauseigentümer verpflichtet, die eigenen Abwasserleitungen instandzuhalten. Die privaten Abwasserleitungen beginnen am öffentlichen Kanal in der Straße und enden an beziehungsweise unter den Gebäuden. Sie liegen zum Teil unter der öffentlichen Straßen- oder Gehwegfläche, sind aber auch dort privates Eigentum und die Hausbesitzer allein für sie verantwortlich.

Jetzt lesen

Der Gesetzgeber will die Verantwortung über den Zeitpunkt der Zustands- und Funktionsprüfung nun weitgehend den Grundstückseigentümern überlassen. Doch nur wenige Eigentümer schätzten das Risiko beschädigter Kanäle richtig ein, teilt die Stadt mit. Insbesondere Tagesbrüche durch unterspülte Straßenflächen stellten eine große Gefährdung zum Beispiel für Fußgänger dar und seien ein großes finanzielles Risiko für Eigentümer.

Prüfungen im August begonnen

In der Wasserschutzzone hat die Stadt bereits im vergangenen August begonnen, die privaten Abwasseranschlussleitungen zu untersuchen. Die Eigentümer dort werden über den Zustand der eigenen Grundstücksanschlussleitung informiert.

Dortmunder Bürger können sich bei Fragen kostenlos von der Stadtentwässerung beraten lassen. Informationen gibt es bei der Grundstücksentwässerung, Sunderweg 86, 44147 Dortmund, Tel. (0231) 50-2 87 16 und (0231) 50-2 90 57 oder per E-Mail: grundstuecksentwaesserung@stadtdo.de. Weitere Einzelheiten findet man auch in einem eigens erstellten Flyer der Stadt Dortmund.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Mit Videos
„Wie kann man denn so süß sein?“ – der Dortmunder Zoo hat mit Nashorn Willi einen neuen Star
Meistgelesen