Corona-Maßnahme

Stadt Dortmund führt Maskenpflicht wieder ein – in bestimmten Bereichen

Die Corona-Lage verschärft sich in Dortmund. Die Stadt handelt jetzt und führt in manchen Bereichen wieder eine Maskenpflicht im Freien ein – und das schon ab Samstag.
Ein Logo auf dem Boden weist auf die Maskenpflicht am Dortmunder Phoenix-See hin. © dpa

Die Corona-Inzidenz steigt in Dortmund immer weiter – und das vor allem in bestimmten Hotspots. Die Stadtverwaltung reagiert jetzt und verschärft die Corona-Maßnahmen in manchen Bereichen wieder. Es geht um eine Rückkehr zur Maskenpflicht auf Wochenmärkten.

Erstmal geht es nur um die Märkte in drei Stadtbezirken: Den auf dem Nordmarkt, den in Scharnhorst und den Hauptwochenmarkt in der City.

Wie die Stadtverwaltung am Freitagnachmittag (27.8.) mitteilt, habe sie sich als Veranstalterin der Märkte entschlossen, die Maßnahme zunächst nur auf einigen Märkten, jedoch schon ab Samstag (28.8.) wieder einzuführen. Auf der gesamten Marktfläche muss mindestens eine OP-Maske getragen werden.

Ohnehin bereits in der Corona-Schutzverordnung verankert war die Pflicht „in Warteschlangen und Anstellbereichen sowie unmittelbar an Verkaufsständen, Kassenbereichen und ähnlichen Dienstleistungsschaltern“ eine Maske zu tragen. Jetzt gilt die Maskenpflicht auf den drei genannten Märkten wieder auf der genannten Fläche.

„Auf diesen Märkten ist es nicht durchgehend möglich, die Abstandsregeln einzuhalten“, heißt es in der Begründung der Stadtverwaltung. Speisen und Getränke dürfen an zugewiesenen Sitz- oder Stehplätzen weiter eingenommen werden, sodass die Imbiss-Stände weiter betrieben werden können.

Stadtbezirke sehr unterschiedlich betroffen

Seit etwa drei Wochen beobachte das Gesundheitsamt einen zunehmend schnelleren Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz in Dortmund. Ursache dafür seien „ganz überwiegend mitgebrachte Infektionen aus den Urlaubsländern“, bekräftigt die Stadt noch mal eine Aussage von Gesundheitsamts-Leiter Dr. Frank Renken von Dienstag (24.8.).

Dabei auffällig ist, dass nach einer Auswertung des Gesundheitsamtes die einzelnen Stadtbezirke sehr unterschiedlich betroffen sind.

„Wir beobachten den Verlauf in den Stadtbezirken genau, um bei entsprechenden Schwerpunkten auch Maßnahmen zum Schutz der Menschen dort veranlassen zu können“, wird Dr. Renken in der Mitteilung von Freitag zitiert.

Corona-Hotspot Nordstadt hat eine Inzidenz von 387,6

Demnach haben sich inzwischen mehrere solcher Schwerpunkte gebildet. Die Innenstadt-Nord hat laut Verwaltung eine Sieben-Tages-Inzidenz von 387,6, der Bezirk Scharnhorst liegt bei 200,1 und die Innenstadt-West bei 181,8. In allen anderen Stadtbezirken liegen die Inzidenzen noch deutlich niedriger.

„Leider müssen wir insbesondere bei den Kindern und Jugendlichen zudem von einer hohen Zahl nicht erkannter Infektionen ausgehen, weil bei ihnen oft keine oder nur sehr geringe Symptome auftreten. Wir müssen daher von einem weiteren deutlichen Anstieg der Infektionszahlen in den nächsten zwei Wochen ausgehen“, so Renken.

Bei weiter steigenden Ansteckungszahlen werde die Maskenpflicht gegebenenfalls auf Wochenmärkte auch in anderen Bezirken ausgedehnt. „Weitergehende Maßnahmen kann die Stadt auf Grundlage der aktuellen Corona-Schutzverordnung nicht treffen“, sagt Dr. Frank Renken.

Die Maskenpflicht im Freien auf Einkaufsstraßen wie dem Westenhellweg, in Parks und am Phoenix-See sowie auf dem Außengelände des Zoos war zum 21.6. aufgehoben worden.

Doch die derzeit gültige Verordnung ist geprägt von dem Grundsatz, dass Geimpften und Genesenen grundsätzlich alle Einrichtungen und Angebote wieder offenstehen.

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