Im Frühjahr 2020 waren die Spielplätze in Dortmund abgesperrt, um Kontakte zu verhindern. © Kevin Kindel (Archiv)
Stadt Dortmund

Spielplätze „grenzwertig voll“? Im ersten Lockdown wurden sie gesperrt

Trotz schlechten Wetters streben an einigen Stellen in Dortmund viele Familien auf die Spielplätze. Im ersten Lockdown waren die Anlagen gesperrt – so schätzt die Stadt Dortmund die Lage ein.

Temperaturen um den Gefrierpunkt und Schneeregen sind nicht die besten Zutaten für einen schönen Ausflug auf den Spielplatz. Doch immer wenn es für längere Zeit trocken ist, wird es sogar bei kalten Temperaturen Anfang Januar auf vielen Spielplätzen in Dortmund relativ voll.

Zehn Elternteile plus Kinder plus weitere Erwachsene, die Fitnessübungen machen, haben die relativ kleine Anlage an der Arndtstraße in der östlichen Innenstadt kürzlich etwa zu dem belebtesten Ort gemacht, den unser Reporter seit zwei Monaten gesehen hat.

Die Spielplätze sind den Familien sehr wichtig

Die Wahrnehmungen sind dabei je nach Nachbarschaft und persönlicher Einstellung zur Pandemie unterschiedlich. Im dicht bebauten Kreuzviertel sagen Familien, dass es ihnen auf den Spielplätzen nicht zu voll sei. Die Besucher würden auf Abstand achten und Schutzmasken tragen. In den Gesprächen wird deutlich, dass die Spielplätze den Familien sehr wichtig sind, damit die Kinder etwas erleben und sich austoben können.

Eltern aus Brackel berichten hingegen beispielsweise von „grenzwertig vollen“ Spielplätzen: „Ich würde die Situation noch als okay bezeichnen“, sagt ein Vater vor Ort: „Mal schauen, was passiert, wenn das Wetter besser wird.“

Zu Beginn der Corona-Krise in Dortmund sind die Spielplätze der Stadt im Frühjahr zwischenzeitlich gesperrt worden, um Kontakte zu verhindern. In der aktuellen Corona-Schutzverordnung werden Outdoor-Spielplätze jetzt trotz anhaltend hoher Inzidenz aber nur an zwei Stellen erwähnt.

Auf den Anlagen muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden, spielende Kinder dürfen den Mindestabstand aber offiziell unterschreiten.

Stadt Dortmund will Eltern Möglichkeiten bieten

„Eine Sperrung der Spielplätze ist nicht Teil der Verordnung“, betont Dortmunds Stadtsprecher Maximilian Löchter: „Auch die Stadt Dortmund sperrt die öffentlichen Spielplätze derzeit nicht.“ Das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes werde aber von Mitarbeitern des Grünflächenamtes kontrolliert.

Löchter teilt für die Stadt Dortmund mit, dass eine Schließung aktuell auch nicht beabsichtigt sei: „Es sollen zum jetzigen Zeitpunkt noch Möglichkeiten für Eltern mit Kindern bestehen, sich draußen aufzuhalten und für die Kinder Bewegungen und Freizeitgestaltungen zu ermöglichen.“

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Kevin Kindel, geboren 1991 in Dortmund, seit 2009 als Journalist tätig, hat in Bremen und in Schweden Journalistik und Kommunikation studiert.
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