Soforthilfe-Zwischenbilanz: Dortmund ist Spitzenreiter

dzCorona-Krise

Fast zwei Monate nach Einführung der Soforthilfe NRW hat die Bezirksregierung in Arnsberg jetzt eine Zwischenbilanz gezogen. Danach wurde das meiste Geld nach Dortmund überwiesen.

Dortmund

, 22.05.2020, 13:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Es ist die größte Geldgeschenk-Aktion in der Geschichte der Bundesrepublik. Seit dem 27. März können Solo-Selbstständige, Freiberufler und Freiberuflerinnen sowie kleine und mittlere Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen, die von der Corona-Krise betroffen sind, Anträge auf finanzielle Unterstützung vom Land und Bund stellen.

Knapp acht Wochen nach Beginn der „Soforthilfe NRW 2020“ zieht die

Bezirksregierung Arnsberg nun eine Zwischenbilanz. Die zeigt, dass das weitaus meiste Geld nach Dortmund geflossen ist.

13.192 Dortmunder haben je nach Betriebsgröße 9000, 15.000 oder 25.000 Euro auf ihre Konten überwiesen bekommen. Das Geld dient der Sicherung der wirtschaftlichen Existenz angesichts von Umsatzeinbußen und Einnahmeausfällen.

Es handelt sich um einen Zuschuss des Staates, der nicht zurückgezahlt werden muss – es sei denn, er ist zu hoch ausgefallen (dann muss er teilweise zurückgezahlt werden) oder wurde missbräuchlich in Anspruch genommen. Jeder Antragsteller muss beispielsweise versichern, dass der Finanzierungsengpass nicht bereits vor dem 1. März bestanden hat. Die Sparkasse Dortmund hat bisher in über 100 Fällen einen Missbrauch festgestellt.

Soforthilfe wurde vor allem von Dienstleistern beantragt

Aufgegliedert nach Gewerbe verteilen sich die meisten der genehmigten Soforthilfe-Anträge in Dortmund wie folgt: Dienstleistungen (3453), freiberufliche Dienstleistungen (3442), Einzelhandel (1561), Gastgewerbe (1196), Handwerk (1180), Baugewerbe (685).

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Entsprechend der Einwohnerzahl von über 600.000 wurden die meisten Soforthilfe-Gelder im Regierungsbezirk Arnsberg nach Dortmund überwiesen. Auf Platz zwei rangiert Bochum mit 8308 genehmigten Anträgen bei knapp 373.000 Einwohnern. Es folgen der Märkische Kreis (8135 Soforthilfen), der Ennepe-Ruhr-Kreis (7334 Soforthilfen) und der Kreis Unna (7278 Soforthilfen).

Über 708 Millionen Euro Soforthilfe im gesamten Bezirk

Genehmigt werden konnten für den Regierungsbezirk Arnsberg bisher 72.526 Anträge in einem Gesamtvolumen von 708.829.000 Euro. Das teilt der Sprecher des Regierungsbezirks, Christoph Soebbeler, mit.

85 Prozent der Anträge entfallen auf Unternehmen mit bis zu fünf Mitarbeitenden, 9 Prozent auf Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitenden und 6 Prozent auf

Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitenden.

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