So schnell werden in Dortmund Häuser und Wohnungen verkauft

dzImmobilien

Eine Online-Plattform analysiert die Vermarktungsdauer von Häusern und Eigentumswohnungen. Die Ergebnisse für Dortmund unterscheiden sich deutlich von denen der Nachbarstädte.

von Rebekka Antonia Wölky

Dortmund

, 23.12.2019, 08:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Durchschnittlich 47 Tage lang ist ein Inserat für ein zum Verkauf stehendes Haus in Dortmund auf der Internetseite ImmobilienScout24 online, bevor ein Käufer für die Immobilie gefunden wird. Die Vermarktung von Eigentumswohnungen dauert im Schnitt 75 Tage. Das geht aus einer aktuellen Studie der Internet-Plattform hervor. Die zugrundeliegenden Daten stammen aus dem zweiten Quartal 2019.

Im bundesweiten Vergleich liege die Vermarktungsdauer von Dortmunder Eigentumswohnungen damit im Mittelfeld. Beim Hausverkauf bewege sich Dortmund im oberen Segment der relativ kurzen Laufzeiten, so Axel Schmidt von Immobilien Scout.

1306 Häuser über Scout 24 verkauft

Während in Nachbarstädten die Vermarktungsdauer von Eigentumswohnungen geringer ist als in Dortmund, bleiben Häuser dort deutlich länger auf dem Markt. So waren Angebote für Wohnungen in Bochum nur für durchschnittlich 47 Tage online, Häuser aber 61 Tage lang. Das Gleiche gilt für Unna: Hier wurden Eigentumswohnungen nach 66 Tagen, Häuser nach 67 Tagen vermarktet.

Insgesamt wurden im Analysezeitraum in Dortmund 1306 Häuser über ImmobilienScout24 verkauft. In Bochum waren es 666, im Kreis Unna 2408.

Bundesweit sind die regionalen Unterschiede zwischen den Vermarktungsdauern groß: Bei Häusern liegen sie zwischen 32 Tagen im Ilm-Kreis und 132 Tagen in Cottbus. Eigentumswohnungen werden in Regensburg am schnellsten verkauft, im Durchschnitt nach nur 28 Tagen. Darauf folgt Hamm mit 32 Tagen. Besonders lange dauert es auch in Cottbus (216 Tage).

Markt in Großstädten leer gefegt

Grundsätzlich ist laut Immobilien Scout das Vermarktungstempo in den deutschen Mittelstädten besonders hoch. In vielen Großstädten hingegen sei der Immobilienmarkt leer gefegt und die Preise hoch. Neubauten entständen häufig am Stadtrand oder im Umland.

Die Gründe für die großen regionalen Unterschiede sind laut Axel Schmidt vielfältig. „Sie liegen in Standortfaktoren, dem regionalen beziehungsweise lokalen Angebot und der regionalen und lokalen Nachfrage“, sagt er. Dies auf eine einzelne Stadt wie Dortmund herunterzubrechen, ist schwierig.

Stadt hält nicht viel von der Analyse

Bei der Stadt Dortmund hält man Auswertungen wie diese nicht für aussagekräftig. „Vermutlich hat jedes Web-Portal – und davon gibt es ja etliche – ganz eigene Zahlen, die sich auch nur schlecht überprüfen, geschweige denn miteinander vergleichen lassen“, so Stadtpressesprecher Christian Schön.

Zu den Ergebnissen der vorliegenden Analyse könne man sich nicht äußern. „Die Stadt Dortmund tritt selbst nicht als Makler auf und sammelt auch keine Daten von Maklern, die auf dem Immobilienmarkt tätig sind“, sagt Stadtpressesprecher Christian Schön.

Die Ergebnisse der gesamten Analyse gibt es unter www.immobilienscout24.de.

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