Seit dem 25. Oktober werden die Lolli-Tests auch in Dortmunder Kitas eingeführt. © dpa
Coronavirus

So geht es mit den Lolli-Tests in Dortmunder Kitas voran

Die Lolli-Tests an Grund- und Förderschulen zur Aufdeckung von Corona-Infektionen sind seit Mai im Einsatz. Das Testverfahren wird auch auf die Kitas ausgerollt. So sieht es zurzeit damit aus.

Die sogenannten Lolli-Tests, mit denen Corona-Infektionen zunächst im Pool aufgespürt werden, sind seit Mitte Mai in den Grund- und Förderschulen im Einsatz. Und auch an weiterführenden Schulen mit hohen Inzidenzzahlen werden Lolli-Tests angewandt.

Für die Kitas gibt es die Lolli-Tests seit September, aber zunächst nur in 26 ausgewählten Einrichtungen. Zurzeit ist die Stadt Dortmund dabei, das Verfahren flächendeckend auf alle Kinderbetreuungseinrichtungen im Stadtgebiet auszurollen.

Seit dem 25. Oktober, so Stadtsprecherin Anke Widow auf Anfrage, werden die Lolli-PCR-Pooltests in Kitas durchgeführt. Bis zum 15. November nahmen 93 Kitas an diesem Testverfahren teil. Seitdem sind weitere hinzugekommen. Widow: „Ziel ist es, bis Anfang Dezember alle 321 Kindertageseinrichtungen mit den Lolli-PCR-Pooltests zu versorgen.“ Dazu gehören neben den städtischen Fabido-Kitas auch die Einrichtungen anderer Träger.

Sicherer als nur Schnelltests

Lolli-Tests liefern als PCR-Tests zwar langsamere, aber sicherere Ergebnisse als die Antigen-(Selbst-)Tests, die Eltern bislang zu Hause mit ihren Kindern gemacht haben. Lolli-Tests sind auch angenehmer für die Kita-Kinder, da ihnen so in der Regel das Stäbchen in der Nase erspart bleibt.

Bei den Lolli-Tests werden die Speichelproben aller Kinder einer Gruppe gesammelt im Labor analysiert. Bis spätestens am nächsten Morgen ist klar, ob das Coronavirus nachgewiesen ist.

In diesem Fall gibt es konkrete Nachtests. Die zeigen dann, welche Kinder tatsächlich das Virus in sich tragen. PCR-Tests schlagen zudem auch schon an, bevor jemand ansteckend ist – im Gegensatz zu den Antigen-Tests.

Symptomlose Fälle aufgedeckt

Die Stadt hatte zunächst auch aus Kostengründen davon abgesehen, die Lolli-Tests flächendeckend in allen Kitas einzuführen, und hatte auch auf die notwendigen Laborkapazitäten für die Analyse der Proben hingewiesen.

Doch mit der Maßnahme seien auf ganz Dortmund gesehen viele symptomlos verlaufende Fälle aufgedeckt und so Ansteckungen verhindert worden, hatte Gesundheitsamtsleiter Dr. Frank Renken seinerzeit mit Verweis auf die Schulen erklärt.

Mit dem PCR-Lolli-Tests für Kita-Kinder wird ein Schwerpunkt bei denen gesetzt, die noch nicht geimpft werden können. Damit geht ein hoher Sicherheitsstandard in den Dortmunder Betreuungseinrichtungen einher.

Über die Autorin
Redaktion Dortmund
Stellvertretende Leiterin der Dortmunder Stadtredaktion - Seit April 1983 Redakteurin in der Dortmunder Stadtredaktion der Ruhr Nachrichten. Dort zuständig unter anderem für Kommunalpolitik. 1981 Magisterabschluss an der Universität Bochum (Anglistik, Amerikanistik, Romanistik).
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Gaby Kolle

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