Post vom städtischen Wahlbüro bekommen in dieser Woche alle Dortmunder, die älter als 60 Jahre sind. Sie sind aufgerufen, einen neuen Seniorenbeirat zu wählen. Wir erklären die Hintergründe.

Dortmund

, 06.02.2020, 08:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Jahr 2020 ist ein wichtiges Wahljahr. Bevor im September Rat, Bezirksvertretungen und Oberbürgermeister/Oberbürgermeisterin sowie der Integrationsrat gewählt werden, steht in diesem Frühjahr schon die Wahl des Seniorenbeirats an. Wir erklären, was es damit auf sich hat.

? Was wird gewählt?

Zur Wahl steht der Seniorenbeirat, der die Interessen aller Bürgerinnen und Bürger über 60 Jahren vertritt. Er besteht aus 27 Mitgliedern, die für fünf Jahre gewählt sind. Jeder Stadtbezirk wird von mindestens zwei Beiratsmitgliedern vertreten, die drei einwohnerstärksten Stadtbezirke Hombruch, Aplerbeck und Brackel von jeweils drei Mitgliedern.

? Was macht der Seniorenbeirat?

In den Sitzungen des Seniorenbeirats wird über Angelegenheiten beraten, die ältere Menschen betreffen. Wichtige Themen sind zum Beispiel Barrierefreiheit oder öffentliche Toiletten.
In den Fachausschüssen des Rates und in den Bezirksvertretungen sind die Mitglieder des Seniorenbeirats mit beratender Stimme vertreten. In den Stadtbezirken bieten die Seniorenbeirats-Vertreter regelmäßig Sprechenstunden für ältere Menschen an. Und mit dem vierteljährlichen Magazin „Senioren heute“ bietet der Beirat regelmäßig Informationen über Themen, die für ältere Menschen von Bedeutung sind.

? Wer ist wahlberechtigt?

Wahlberechtigt sind alle Dortmunderinnen und Dortmunder, die zum Stichtag 6. März das 60. Lebensjahr vollendet haben und seit mindestens sechs Monaten ihren Hauptwohnsitz in Dortmund haben. Insgesamt gibt es so 160.532 Wahlberechtigte.

? Wie wird der Seniorenbeirat gewählt?

Gewählt wird ausschließlich per Briefwahl. Das heißt, dass alle Wahlberechtigten die zugesandten Wahlunterlagen ausfüllen und spätestens bis zum 5. März an die Stadt zurücksenden müssen – das ist portofrei möglich. Verschickt werden die Wahlunterlagen bis zum 6. Februar. Wer bis zum 7. Februar noch keine Briefwahlunterlagen erhalten hat, aber meint, wahlberechtigt zu sein, kann sich in der folgenden Woche beim Wahl-Team der Bürgerdienste unter 0231 / 50 - 10931 melden.
Gewählt werden Einzelkandidaten auf Stadtbezirks-Ebene.

? Wer steht zur Wahl?

Für jeden Stadtbezirk gibt es unterschiedliche Stimmzettel mit einer unterschiedlichen Zahl an Kandidaten. Das reicht von jeweils nur zwei Kandidaten in Huckarde und Mengede (die damit eigentlich schon automatisch gewählt sind), über je drei Kandidaten in Brackel, der Innenstadt-Nord und Scharnhorst bis zu acht Kandidatinnen in Hombruch. Je vier Kandidaten treten in Aplerbeck, in der Innenstadt-Ost und Lütgendortmund, jeweils fünf in Eving, Hörde und der Innenstadt-West.
Unabhängig von der Zahl der Kandidaten hat jeder Wahlberechtigte nur eine Stimme zu vergeben.
Eine Übersicht, wer in den Stadtbezirken zur Wahl steht, gibt es hier und im Internet unter www.wahlen.dortmund.de (Unterpunkt Seniorenbeiratswahl).

? Warum nennen einige Kandidaten Parteien oder Organisationen, die hinter ihnen stehen, andere nicht?

Grundsätzlich treten alle Kandidaten als Einzelbewerber an. Es ist also eine reine Persönlichkeitswahl. Einige Kandidaten geben aber Parteien oder Organisationen, denen sie angehören beziehungsweise die hinter ihnen stehen, an. Das reicht von Parteien wie der SPD, der CDU, den Grünen und der Rechten über Verbände wie Awo, Caritas und den Sozialverband Deutschland bis zur Interessengemeinschaft Dorstfelder Vereine. „Die Angabe der Zugehörigkeit zu einer Partei, einem Verband oder einer Organisation ist freiwillig“, erklärt das Wahlbüro. Für Werbung beziehungsweise die Darstellung der Interessen und Schwerpunkte der einzelnen Bewerberinnen und Bewerber sind diese selbst verantwortlich.“

? Wann steht das Ergebnis fest?

Die öffentliche Auszählung der Stimmen findet am 6. März (Freitag) ab 14.30 Uhr in der Bürgerhalle des Rathauses statt. Das Ergebnis steht also im Laufe des Nachmittags fest. Wie lange die Auszählung dauert, hängt nicht zuletzt von der Wahlbeteiligung ab. Die lag bei der Wahl 2015 bei 28,1 Prozent, die sich allerdings sehr unterschiedlich auf die Stadtbezirke verteilt. Rund 15 Prozent waren es in der Nordstadt, gut 32 Prozent in Aplerbeck und Hombruch.
Die Hoffnung ist, dass in diesem Jahr die Wahlbeteiligung allgemein höher ausfällt.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Reiseziel Dortmund
Wieder ein dickes Touristen-Plus: Dortmund soll bis zu 23 neue Hotels bekommen (mit Karte)