So diskutieren Eltern, nachdem ein Mann ein Kind an einer Schule angesprochen hat

dzKinderschutz an Schulen

Die Warnung vor einem Mann, der in Schüren eine Achtjährige vor einer Grundschule angesprochen haben soll, bewegt viele Eltern. Die Sicherheit der Kinder wird emotional diskutiert.

Dortmund

, 29.03.2019 / Lesedauer: 3 min

Zahlreiche Dortmunder Grundschulen haben mittlerweile das Hinweisschreiben der Friedrich-Ebert-Grundschule nach dem Vorfall vom 27. März übernommen. In diesem stehen weitere Verhaltensempfehlungen für Eltern und Schüler. Die Berichterstattung ist vielfach geteilt worden.

Insgesamt lässt sich feststellen: Im Vergleich zu anderen Ansprechversuchen in der Vergangenheit bleibt der Ton bisher weitgehend sachlich.

Viele Eltern machen sich Sorgen

Eltern verleihen unter der Berichterstattung ihrer Sorge Ausdruck. „Mein Kind ist an dieser Schule und man ist echt in Aufruhr und beunruhigt“, schreibt eine Nutzerin bei Facebook.

Es gibt auch Berichte über vergleichbare Situationen an anderen Schulen. Einige machen sich Gedanken darüber, wie die Sicherheit ihrer Kinder in der Schule verbessert werden kann. Andere beklagen den Zustand der Gesellschaft.

Eltern tauschen sich über Ideen aus, wie Schulhöfe sicherer werden könnten

Eltern regen verbesserten Schutz von Schulgeländen durch Zäune oder Tore an. Die Pausenaufsicht solle verstärkt werden, fordern andere. Ebenso die Bildung von Schülergruppen, um die Kinder zur Selbstständigkeit zu erziehen.

Die Polizei hat am Freitag noch keine neuen Hintergründe zum Fall. „Wir nehmen solche Fälle immer sehr ernst, schenken den Kindern Vertrauen und glauben ihnen“, sagt Sprecher Jens Schönberg. Beamte aus den umliegenden Wachen Hörde und Aplerbeck sowie vom Fachkommissariat für Sexualdelikte seien involviert.

Dortmunder Polizei gibt Tipps für den Umgang mit solchen Fällen

Auf Rückfragen über Twitter hat die Dortmunder Behörde noch einmal allgemeine Hinweise für den Umgang mit solchen Situationen gegeben. Die Zusammenfassung:

  • Keine ungesicherten Informationen streuen, besonders nicht über die sozialen Medien. Diese führen eher dazu, Eltern und Kinder zu verängstigen.
  • Kindern Verhaltenshinweise geben, dass sie nicht mit fremden Personen mitgehen oder in fremde Fahrzeuge einsteigen. Absprachen mit dem Kind treffen und diese als Vorbild auch einhalten.
  • Das Verhalten in bedrohlichen Situationen sollte geübt werden. Kinder sollten sich nicht scheuen, andere Erwachsene um Hilfe zu bitten und auf sich aufmerksam machen.
  • Schließlich schreibt die Polizei: „Ihr Kind sollte die Notrufnummer 110 kennen. Erklären Sie ihm, dass es bei Gefahr ohne Geld oder Telefonkarte von jeder öffentlichen Telefonzelle und auch ohne Guthaben vom Handy aus die Polizei rufen kann.“

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