Skurrile Drogenprobe an der A2 bei Dortmund

Autobahnkontrolle

Erst war ein Mann zu schnell auf der A2 unterwegs, dann hatte er noch auffallend geweitete Pupillen. Beim anschließenden Drogentest sahen sich die Polizisten endgültig im falschen Film.

Dortmund, Lünen

, 20.11.2019, 12:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
Skurrile Drogenprobe an der A2 bei Dortmund

An der Autobahn 2 wurde der Mann angehalten. © Hans Blossey (Archiv)

Mit deutlich überhöhtem Tempo steuerte am Dienstagabend (19.11.) um 19.50 Uhr ein 28-jähriger Bergkamener einen geliehenen Sprinter über die A2. Zivilkräfte der Autobahnpolizei folgten dem Kleintransporter in Richtung Oberhausen und hielten ihn auf dem Parkplatz „Paschheide“ am Grenzdreieck von Dortmund, Lünen und Kamen an.

Dort war ein Urintest fällig, denn der Fahrer fiel mit besonders weit geöffneten Pupillen auf – vermutlich eine Reaktion des Körpers auf Drogenkonsum. Also übergaben die Polizisten dem Fahrer einen Becher, in den er für einen freiwilligen Drogenschnelltest Wasser lassen sollte.

Der Mann drehte sich um und erweckte den Eindruck, in den Becher zu urinieren, übergab dem Streifenteam jedoch einen Becher mit: Spucke.

Die Polizisten teilten mit, dass ausschließlich Urin für den Drogenschnelltest zu verwenden sei. Der nunmehr verunsicherte Bürger erhielt einen neuen Becher und etwas mehr Zeit und übergab schließlich einen korrekt gefüllten Becher. Das Ergebnis bestätigte den Verdacht auf Drogenkonsum.

Seine Freundin zeigte sich äußerst wütend

Auf der Wache der Autobahnpolizei in Kamen nahm ein Arzt dem 28-Jährigen eine Blutprobe ab. Da die Polizei ihm die Weiterfahrt untersagte, holte seine Freundin den Bergkamener ab. Laut Polizei reagierte sie wütend: nicht auf die Polizei, sondern auf das Verhalten des Fahrers.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Zivilcourage
Dortmunder rettet 77-Jähriger das Leben – Heute ist er bei „Aktenzeichen XY“ zu sehen