Seniorenbeirat: Nur jeder Vierte ab 60 Jahren hat gewählt – ein Stadtbezirk lag vorn

dzWahlen in Dortmund

Dortmunder ab 60 Jahren waren aufgerufen, einen neuen Seniorenbeirat zu wählen. Viel Gehör fand der Aufruf nicht. In nur zwei Stadtbezirken lag die Wahlbeteiligung gerade mal über 30 Prozent.

Dortmund

, 07.03.2020, 15:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Seniorenbeirat versteht sich als Sprachrohr für die Dortmunder ab 60 Jahren, die ihren Hauptwohnsitz seit mindestens einem halben Jahr in Dortmund haben. Doch immer weniger interessieren sich offensichtlich für diese Vertretung in der Kommunalpolitik. Von 160.532 Wahlberechtigten hat nur jeder Vierte seine Stimme abgegeben. Mit insgesamt 40.499 Stimmen ist die Wahlbeteiligung erneut gesunken: von 28,1 Prozent im Jahr 2015 auf aktuell 25,2 Prozent.

Der Stadtbezirk Hombruch stellte mit acht Bewerbern die meisten Kandidaten und verzeichnete mit 31,8 Prozent die höchste Wahlbeteiligung. Gewählt wurden hier Walter Wille (Caritas), Elisabeth Beyna (Awo) und Udo Asbeck (SPD). Ebenfalls über 30 Prozent Wahlbeteiligung (30,3 Prozent) kam der Stadtbezirk Aplerbeck. Hier hatten Martin Fischer (Awo), Jutta Fuchs (CDU) und Rüdiger Pelzer die Nase vorn.

Persönlichkeitswahl

Der Stadtbezirk mit der geringsten Wahlbeteiligung ist schon traditionell der Innenstadt-Nord. Sie lag gerade mal bei 13,3 Prozent. Gewählt wurden Kristina Kalamajka (Caritas) und Dr. Franz-Josef Ingenmey.

Es werden für die einzelnen Stadtbezirke keine Parteilisten, sondern Einzelkandidaten gewählt, die aber in der Regel durchaus auf den Rückhalt der großen Parteien, beziehungsweise Wohlfahrtsverbände wie Caritas und Arbeiterwohlfahrt bauen können.

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Bei der Vergabe der insgesamt 27 Sitze hatten die SPD-nahen Kandidaten mit sechs Sitzen die Nase vorn, gefolgt von Awo und Caritas (je vier). Zwei Stimmen entfielen auf Bewerber, die dem Sozialverband Deutschland angehören. Von den Kandidaten, die der CDU, beziehungsweise den Grünen nahestehen, schaffte es nur je einer.

In drei Stadtbezirken kamen alle Kandidaten durch, die sich zur Wahl gestellt hatten, weil es einfach nicht mehr gab. So wurden im Stadtbezirk Huckarde die beiden einzigen Kandidaten Günter Scheller (Caritas) und Beate Caßau gewählt, in Mengede Horst Erdmanski (Sozialverband Deutschland) und Jutta Luzia Stockheim-Shah.

Auszählung im Rathaus

Auf die drei Sitze für den Stadtbezirk Brackel kamen die drei einzigen Kandidaten Thomas Bürstinghaus, Reinhard Preuß (Awo) und Reiner Gerd Kunkel (Awo).

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Gewählt wurden für die Innenstadt-West Monika Köster und Gerda Haus, für Scharnhorst Klaus Dieter Ahrenhöfer und Gertrud Löhken-Mehring (beide SPD), für Lütgendortmund Hannelore Bauer (SPD) und Wolfgang Evers (Sozialverband Deutschland), für Innenstadt-Ost Hans Billmann und Thomas Müller (Grüne), für Hörde Dr. Edeltraud Pauline Hartmann und Hans-Günter Oltersdorf, für Eving Helmut Adden und Hans Jürgen Unterkötter.

Bei der Seniorenbeiratswahl handelt es sich um eine Briefwahl. Die Stimmen wurden Freitag (6. März) im Rathaus öffentlich ausgezählt.

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