Selbstputzende Wohnungen wären der absolute Hammer

dzGlosse: Wenn Sie Günna fragen...

Wenn Sie Günna fragen, hat der immer eine ganz eigene Sicht auf die Dinge. Immer ehrlich, immer direkt, immer Dortmund. Thema diesmal: das bisschen Haushalt.

von Bruno "Günna" Knust

Dortmund

, 10.01.2020, 16:32 Uhr / Lesedauer: 2 min

Hömma, Fritz, selbstfahrende Autos hammwa ja schon länger abba selbstputzende Wohnungen wär der absolute Hammer und wennes die gäbe hätte ich gerne eine davon. Bei mir zu Hause im Arbeitszimmer herrschte nemmlich dat komplette Chaos weil sichtbare Nachlässichkeiten in Sachen Ordnungsliebe sich eingeschlichen hatten.

Zettel und Akten wie schiefe Pisatürme

Im Laufe der Zeit muss mir woll die Kontrolle verschütt gegangen sein weil Zettel und Akten wie reihenweise schiefe Pisatürme die optische und räumliche Macht des Raums ergriffen hatten. Mir selber iss dat nie aufgefallen denn meine Theorie war ja dat ne sterile Umgebung die Kreativität killt abba inzwischen weiss ich dat Bücher-Berge und Zeitungsstapel mehr mit chronische Sammelwut als mit Kreativität zu tun ham.

Wer ne Zeitung von nur ein Zentimeter Dicke durchlesen will benöticht dafür ne gute Stunde Zeit die man abba meistens nich hat und darum wird sie dann aum Stapel zur Zwischenlagerung gebunkert und obendrauf liegt bald schon die nächste Ausgabe. Natürlich auch ungelesen. Wirfste jetz nen Meter hohen Stapel davon weg hasse nach meine neue Berechnung auf eima 100 Stunden an Investitionsvolumen für eilige Arbeit übba und oppes glaubs odda nich wirkt dat sehr befreiend und als Sahnehäubchen obendrauf noch sehr motivierend für weiter Optik machen durch weiteres Entrümpeln.

Aussortieren erleichtert dir spürbar den Alltach abba dat klappt nur wenne den ewigen Kampf gegen dein inneren Schweinehund gewinns und genau daran hapert dat imma widda weil Aufräumen in den meisten Fällen damit aufhört datte mit all den Klamotten rumspiels die du beim aufräumen gefunden hast.

Aufräumen ein einsamer Prozess

Aufräumen iss wenne dat selbs machen muss ein sehr einsamer Prozess abba mein Papierkorb iss inzwischen einer meiner besten Freunde für mich geworden und ich bewundere ihn wie geduldich er alles aufnimmt wat ich in ihn reinstopfe. Mit seine Hilfe binnich im Gegensatz zur Altpapiertonne jetz total erleichtert und dat iss ein ganz tolles Gefühl. Verbunden mit dem Vorsatz dat dat so bleiben soll weil dat nu mehr nach Feng Shui statt wie vorher nach Sheng Pfui aussieht.

Hömma, Fritz, dat Leben iss kein Ponyhof abba meins im Augenblick schon denn ich starte sehr aufgeräumt ins neue Jahr. Dumm iss nur dat der Segen nich lange andauern wird weil ich auch für 2020 genau weiss: Ich liebe Ordnung - ich kann sie nur nich halten. Prost.

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