Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle feiern 2019 in Dortmund vier Wochen lang

dzChristopher Street Day

Der Christopher Street Day fiel 2018 in Dortmund aus - zu gering war das Engagement für das Fest der Schwulen, Lesben, Bi- und Transsexuellen. 2019 soll alles besser werden.

von Kevin Kallenbach

Dortmund

, 16.10.2018, 18:17 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Dortmunder CSD fiel 2018 noch aufgrund mangelnden Engagements aus. Der Verein Transbekannt sprang mit einem eigenen CSD rund um das Theme Trans* ein. Für 2019 plant nun der Slado, der Dachverband der Schwulen-, Lesben-, Bisexuellen- und Transidentengruppen in Dortmund, zusammen mit Transbekannt ein vierwöchiges Programm in ganz Dortmund.

Das diesjährige Motto „Gemeinsam sind wir stark – gemeinsam seit 50 Jahren „ spielt nicht nur auf das 50-jährige Jubiläum der New Yorker Stonewall-Aufstände, dem Anfang der organiserten Schwulen- und Lesbenbewegung,an. Er weist auch auf die enge Zusammenarbeit der beiden Vereine hin durch die ein derartiges Programm erst möglich gemacht wird.

Trans*CSD beginnt den bunten Sommer am 17. August

Den Programmstart wird am 17. August (Samstag) der zweite Dortmunder Trans*CSD machen. Nachdem der Verein Transbekannt kurzfristig im Sommer eingesprungen war, um die Lücke des ausgefallenen CSDs zu schließen, wird er auch 2019 wieder die Gelegenheit bekommen, über die Themen Transgender, Transidentiät und Intersexualität zu informieren.

Gerade die überregionale Resonanz für den ersten Trans*CSD waren damals sehr hoch. „21 Gruppen aus ganz Nordrhein-Westfalen nahmen an der Veranstaltung teil“, berichtet Natascha Zimmermann von Transbekannt. Allein diese Größe als auch die Besucherzahlen würden auf die Notwendigkeit hinweisen, den Trans*CSD in Dortmund zu etablieren.

Vier Wochen Programm rund um die Reinoldikirche

Anschließend werden vier Wochen Programm an verschiedenen Standorten in Dortmund folgen, bei dem sich Gruppen und Vereinigungen aus der queeren Szene mit eigenen Veranstaltungen beteiligen können. „Dieses Konzept ermöglicht es, die Dortmunder Community in ihrer Gänze und ihrer Vielfalt sichtbar und erlebbar zu machen“, sagt Natascha Zimmermann weiter.

Den Abschluss bildet am 14. September (Samstag) der „traditionelle“ CSD Dortmund. Rund um die Reinoldikirche wird es Infostände und verschiedene Aktionen der homosexuellen Gemeinschaft geben, um zusammen mit der Dortmunder Öffentlichkeit den Tag zu feiern.

Persönliche Nähe macht den Dortmunder CSD aus

Anders als etwa in Köln wird man aber auch 2019 in Dortmund keine große Parade planen. „Unser CSD ist stark auf persönlichen Austausch ausgerichtet“, sagt Paul Klammer von Slado. Gerade der kleinere Stadtfest-Charakter in der City würde den Charme des Dortmunder CSD ausmachen.

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