Schuss beim Frisör: Schütze immer noch auf der Flucht

Fahndung

Vor fast zwei Monaten ist ein Mann in der Innenstadt angeschossen worden. Die Fahndung läuft. Auch das Opfer ist auf freiem Fuß - obwohl der Mann zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wurde.

Dortmund

, 09.09.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schuss beim Frisör: Schütze immer noch auf der Flucht

Die Hansastraße war nach dem Schuss in dem Frisörsalon gesperrt. © Verena Schafflick

Einem 38-Jährigen ist am 18. Juli in einem Frisörsalon an der Hansastraße ins Bein geschossen worden. Eine Woche danach hatten die Ermittler das Fahndungsfoto eines Verdächtigen veröffentlicht. Auf Bildern einer Überwachungskamera war ein Mann zu sehen, der zu Fuß über Hansastraße und Königswall geflohen sein soll.

Mehrere Hinweise seien seit Veröffentlichung des Fahndungsfotos Ende Juli bei den Ermittlern eingegangen, berichtet Staatsanwalt Henner Kruse jetzt auf Anfrage. Doch noch könne er keinen neuen Stand mitteilen: „Die Ermittlungen laufen noch“, sagt er.

Die Ermittler stufen den Fall als versuchtes Tötungsdelikt ein und gehen von einem Racheakt in einer Fehde zwischen Bandidos und einem verfeindeten Familien-Clan aus. Der Frisör soll zusammen mit einem weiteren Bandidos-Mitglied im September 2018 ein führendes Clan-Mitglied in der Innenstadt schwer verletzt haben.

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Der verletzte Frisör ist deshalb zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Auf freiem Fuß ist er weiterhin, weil er Revision gegen das Urteil eingelegt hat. Dieses Verfahren laufe aktuell noch, teilt das Landgericht Dortmund auf Anfrage mit. Erfahrungsgemäß dauere das Verfahren bis zu zwölf Monate nach Eingang der Akten beim Bundesgerichtshof. Das sei bislang noch nicht passiert.

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