„Riesenansturm“ auf E-Scooter: Flotte und Abstell-Gebiet am Donnerstag in Dortmund erweitert

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Genau einen Monat nach Start der neuen Leih-E-Scooter hat Anbieter Circ sowohl Flotte als auch Abstell-Gebiet erweitert – ein nächster Anbieter scheint in den Startlöchern zu stehen.

Dortmund

, 08.08.2019, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ziemlich genau seit einem Monat rollen die mietbaren E-Scooter des Anbieters Circ durch Dortmund. Am 8. Juli ist das System in Dortmund gestartet.

Dank des Leih-Systems per App und GPS-Ortung kann man die Flitzer innerhalb der erlaubten Bereiche einfach an Ort und Stelle stehen lassen.

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Die anfänglichen Befürchtungen, die elektrischen Tretroller würden reihenweise im Weg stehen, bewahrheiten sich derzeit subjektiv nicht.

Im Gegenteil: Man konnte bis zum Donnerstag (8.8) eher dem Eindruck erliegen, dass man ohne App ganz genau suchen muss, um einen Roller zu finden.

Der Eindruck täuschte nicht. Max Hüsch, Deutschland-Chef von Circ, sagte noch am Montag (29.7.) auf Anfrage dieser Redaktion: „Wir möchten die Flotte sukzessive erweitern.“

„Riesenansturm“ auf E-Scooter: Flotte und Abstell-Gebiet am Donnerstag in Dortmund erweitert

8.8., 15.57 Uhr: Zu Donnerstag hat Circ sowohl Flotte als auch Geschäftsgebiet in Dortmund deutlich erweitert. © Screenshot: Wilco Ruhland

Und genau das hat Circ zum Donnerstag (8.8.) getan. Der Blick in die App zeigt eine wesentlich größere Masse an E-Scootern und einen größeren Geschäftsbereich, als zuvor.

Man kann zwar außerhalb des Geschäftsbereiches mit den Scootern fahren, aber dort die Miete nicht beenden, die Roller also nicht abstellen.

Was Dortmund und Tel Aviv gemeinsam haben

Man sei mit einer recht kleinen Flotte gestartet und jetzt zeige sich, dass diese Art der Mobilität sich eben „nicht nur in Orten wie Tel Aviv, sondern auch in Herne und Dortmund“ bewähre. Circ ist zunächst mit einer Flotte von etwa 100 E-Scootern gestartet.

Auf diese 100 hätte es in den ersten Wochen einen regelrechten Ansturm gegeben, sagte Hüsch. Besonders gut genutzt worden seien die Roller im Bereich zwischen Uni und Innenstadt.

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Kleine Korrekturen gab‘s schon vorher

Kleine Korrekturen des Geschäftsbereiches hatte es schon vorher gegeben. Im Gegensatz zu den ersten Tagen gehört bereits ein Gebiet um den Phoenix-See zum Bereich der Scooter. Hier hatte es den vermeintlich ersten E-Scooter-Unfall bereits am zweiten Tag nach Start gegeben, im Nachhinein stellte sich der Hergang anders dar und es war wohl ein Fahrrad-Unfall.

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Das war nicht die erste Nachjustierung, die der Anbieter seit seinem Start in Dortmund vorgenommen hat. Circ bietet seit kurzem neben der Kreditkartenzahlung auch eine weitere Zahlmethode per Paypal an.

Nächster E-Scooter Anbieter in den Startlöchern?

Nahende Konkurrenz beunruhigt den Circ-Chef nicht – denn die Stadt steht weiterhin mit weiteren Anbietern in Gesprächen. Zudem sucht der Anbieter Lime bereits seit einigen Wochen per Stellenausschreibung im Internet nach Mitarbeitern in Dortmund.

„Riesenansturm“ auf E-Scooter: Flotte und Abstell-Gebiet am Donnerstag in Dortmund erweitert

6. August: Der Anbieter Lime sucht bereits seit einigen Wochen Mitarbeiter für den Standort Dortmund. © Screenshot: Wilco Ruhland

„Wir sind am Ende des Tages sehr zufrieden, und zusätzliche Anbieter tun dem Wettbewerb gut“, sagt Max Hüsch von Circ dazu.

Aus Polizeisicht auffällig unaufällig

Für die Polizei ist der erste E-Scooter-Monat, man könnte sagen, auffällig unaufällig verlaufen. Es gebe keine gesonderten Einsatzzahlen und keine Auffälligkeiten, sagt Polizeisprecher Peter Bandermann auf Anfrage. Die anfänglich befürchteten Vergehen scheinen bislang wenig bis gar nicht einzutreten.

„Riesenansturm“ auf E-Scooter: Flotte und Abstell-Gebiet am Donnerstag in Dortmund erweitert

Diesen E-Scooter wollte sich scheinbar jemand reservieren. © Dennis Horn

Schabernack wird dann aber doch mit den Rollern getrieben. Ein Facebook-User ließ der Redaktion ein Bild zukommen, auf dem ein angeketteter E-Scooter zu sehen ist – vermutlich, um diesen zu reservieren.

„Das hilft demjenigen eigentlich nicht“, sagt Hüsch. Früher oder später müsse der Roller ohnehin aufgeladen werden. „Und dann sehen wir zu, dass wir den Roller zeitnah in die eigene Halle zurückholen“, meint Hüsch vielsagend.

In einer ersten Version dieses Artikels hatten wir berichtet, dass Anbieter Circ lediglich plant seine Flotte und seinen Geschäftsbereich zu erweitern. Das ist am Donnerstag (8.8.) bereits geschehen. Wie groß die Flotte in Dortmund jetzt genau ist, ließ sich am Donnerstagnachmittag nicht herausfinden.

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