Regionalverband macht den Weg frei für Internationale Gartenausstellung 2027

IGA 2027

Der Regionalverband Ruhr (RVR) hat die Internationale Gartenausstellung (IGA 2027) endgültig beschlossen. Dortmund ist einer der Hauptschauplätze – mit großen Plänen.

Dortmund

, 14.12.2018, 15:29 Uhr / Lesedauer: 2 min
Regionalverband macht den Weg frei für Internationale Gartenausstellung 2027

Neues Grün und die Wiederbelebung alter Industrieareale gehören zum Dortmunder Zukunftsgarten für die IGA 2027. Vertreter der Stadt stellten das Projekt „Emscher Nordwärts“ im Juni vor. © Stephan Schütze

Die Internationale Gartenausstellung (IGA) 2027 ist beschlossene Sache. Die Verbandsversammlung des Regionalverbandes Ruhr (RVR) hat am Freitag einstimmig grünes Licht für die Realisierung der IGA gegeben, die in mehreren Städten des Ruhrgebiets stattfinden soll – und Dortmund soll dabei eine zentrale Rolle spielen.

Der Dortmunder Rat hatte schon im September die Beteiligung an dem Großereignis beschlossen, das den Strukturwandel weiter anschieben soll. Kosten von 61 Millionen Euro sind dafür für die nächsten zehn Jahre veranschlagt, wobei der Großteil über Fördermittel aufgebracht werden soll.

Belebung des alten HSP-Geländes

Dortmund soll bei der IGA mit einem „Zukunftsgarten“ neben Duisburg und Gelsenkirchen einer von drei Hauptstandorten sein. Zentrales Element ist unter dem Titel „Emscher Nordwärts“ die Umgestaltung des früheren Hoesch-Spundwand-Geländes (HSP). Hier soll ein neues grünes Stadtquartier mit Wohnen, Büros, Wasser und Industriekultur entstehen.

Eine Gartenlandschaft soll sich entlang der Emscher bis zur Kokerei Hansa in Huckarde und möglichst noch darüber hinaus ziehen. Hier sollen Besucher der IGA (gegen Eintritt) dann neben viel Grün Kultur in alten Industriehallen, Fahrten mit einer Museumsstraßenbahn und einen „Skywalk“ auf alten Gasleitungen erleben.

Drei Ideen für „Unsere Gärten“

Aber auch andere Bereiche der Stadt könnten zum IGA-Schauplatz werden. Für das unter den Zukunftsgärten angesiedelte Programm „Unsere Gärten“ sind drei weitere Flächen in Dortmund ins Auge gefasst. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe will rund um die Zeche Zollern Industrienatur und Sozialgeschichte verknüpfen. Die Stadt hat das „Parkkreuz Phoenix“ mit Westfalenpark, Phoenix-Park und dem Botanischen Garten Rombergpark sowie den Fredenbaumpark als „modernen Volkspark mit Geschichte“ konzipiert.

Welche Projekte realisiert werden, ist noch offen. Ruhrgebietsweit sind für „Unsere Gärten“ 200 Ideen angemeldet, von denen 80 mit Investitionen verbunden sind. Weiter entwickeln soll die IGA-Planungen bald eine Durchführungsgesellschaft, deren Gründung gestern von RVR und Bundesgartenschau-Gesellschaft fest vereinbart wurde. Der Gesellschaftsvertrag soll Ende März 2019 beschlossen werden, teilte der RVR mit. Die Stadt Dortmund wird voraussichtlich Partner bei der Gesellschaft werden.

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