Rechte Terrorzelle „Gruppe S.“: Elf Männer als Mitglieder angeklagt

Tod in JVA Dortmund

Ein mutmaßlicher Rechtsterrorismus-Unterstützer wurde Ende Juli tot in seiner Zelle der Dortmunder JVA gefunden. In Zusammenhang mit dieser Terrorzelle gibt es nun eine neue Entwicklung.

Dortmund

von dpa

, 13.11.2020, 17:15 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die rechtsextreme Terrorzelle „Gruppe S.“ soll Anschläge auf Moscheen geplant haben, um den politischen Umsturz einzuleiten - und sie war größer und fester organisiert als ursprünglich gedacht.

Die Bundesanwaltschaft, die nun Anklage erhoben hat, wirft inzwischen elf Männern die Mitgliedschaft vor und führt nur noch einen Angeklagten als Helfer, teilte die Karlsruher Behörde am Freitag mit. Bei den Festnahmen bei bundesweiten Razzien im Februar hatten die Ermittler noch fünf Männer zum Kern der Gruppe gezählt und acht nur finanzielle Unterstützung vorgeworfen.

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Die Gruppe soll Angriffe auf Moscheen mit möglichst vielen Toten und Verletzten ins Auge gefasst haben, um bürgerkriegsähnliche Zustände auszulösen.

Laut Bundesanwaltschaft hatten die Gründungsmitglieder das Ziel, „mit ihrer Vereinigung die Staats- und Gesellschaftsordnung der Bundesrepublik Deutschland zu erschüttern und letztlich zu überwinden“. Sie sollen hauptsächlich Gewalt gegen Muslime, aber auch gegen politisch Andersdenkende erwogen haben.

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Die Sicherheitsbehörden hatten die Gruppe von Anfang an im Visier, da einer der Männer sich an die Polizei wandte. Er sitzt als Einziger nicht seit Februar in Untersuchungshaft, ist aber ebenfalls als Mitglied angeklagt. Ein Beschuldigter war im Juli tot in seiner Einzelzelle im Dortmunder Gefängnis gefunden worden.

von dpa

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