Prozess um Feldbrände: Betroffene Landwirte mussten schwere Schäden hinnehmen

dzGerichtsprozess

Ein 21-jähriger Dortmunder soll für eine Reihe von Feldbränden verantwortlich sein. Vor Gericht machen die betroffenen Landwirte ihrem Ärger Luft.

Dortmund

, 24.01.2020, 10:26 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ein psychisch kranker Mann aus Dortmund soll im Sommer 2019 eine Reihe von Strohlagern und Feldern in Brand gesteckt haben. Zu Prozessbeginn hatte der 21-Jährige aber nur einen Teil der ihm vorgeworfenen Taten zugegeben. Seine Begründung: In seinem Kopf habe sich ein Schalter umgelegt, dann habe er den unbändigen Drang verspürt, ein Feuer zu legen.

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Im Prozess vor der 37. Strafkammer des Dortmunder Landgerichts kommen nun nach und nach die betroffenen Landwirte zu Wort. „Die Strohballen waren alle schon verkauft“, sagte ein 40-jähriger Zeuge am Donnerstag. Mehr als 800 Ballen habe er im Juli 2019 auf einem Feld zwischengelagert, weil er mit der Auslieferung nicht nachgekommen sei.

„Irgendwann kriege ich dann einen Anruf und es heißt, dass alles brennt“, so der Landwirt. Den Schaden beziffert er auf über 30.000 Euro. Geld, das er nur zum Teil von der Versicherung ersetzt bekommen habe. „Wir haben natürlich eine Selbstbeteiligung im Vertrag“, so der Zeuge verärgert.

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Auch ein anderer Landwirt aus Holzwickede hat durch einen Brand auf seinem Feld große Einbußen hinnehmen müssen. „Wir wollten das Stroh am nächsten Tag zu Ballen pressen“, so der Zeuge. „Plötzlich war die ganze Arbeit, die wir vorher gemacht hatten, hinfällig geworden.“

Der Prozess gegen den psychisch kranken Angeklagten wird fortgesetzt.

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