Preise für Wohneigentum steigen in Dortmund weiter an - es gibt eine Besonderheit

dzHauskauf

In Dortmund steigen die Immobilienpreise weiter an, wenn auch nicht so stark wie in anderen Großstädten. In einer Sache unterscheidet sich Dortmund deutlich von anderen NRW-Metropolen.

Dortmund

, 02.12.2019, 04:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Finanzdienstleistungsunternehmen Dr. Klein hat in seinem „Trendindikator Immobilienpreise“ (DTI) die tatsächlich gezahlten Kaufpreise in deutschen Städten verglichen. Grundlage dafür sind laut dem Unternehmen 35.000 Transaktionen bei der Finanzierung des Kaufs von Eigentumshäusern und -wohnungen.

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Das Ergebnis für NRW: In den drei „Metropolregionen“ Düsseldorf, Köln und Dortmund verteuert sich der Preis für Wohneigentum weiterhin. Die höchste Steigerung vom zweiten zum dritten Quartal 2019 gab es in der Landeshauptstadt Düsseldorf mit bis zu 7,6 Prozent bei Häusern. In Köln sind Wohnungen und Häuser um 3 Prozent teurer geworden.

Häuser sind in Dortmund teurer als Wohnungen - das ist ungewöhnlich

In Dortmund ist Wohneigentum günstiger als im Rheinland. Doch auch hier gehen Immobilienpreise steil nach oben. Dortmund verzeichnet laut DTI einen Anstieg zwischen 0,96 Prozent (Häuser) und 2,54 Prozent (Wohnungen). Auch der Durchschnitt der gezahlten Kaufpreise steigt: Käufer zahlen im Mittel über 50 Euro pro Quadratmeter mehr als im zweiten Quartal 2019.

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Eine Auffälligkeit laut dem Finanzdienstleister: „Dortmund ist die einzige der im DTI untersuchten Metropolregionen, in der für Häuser tiefer in die Tasche gegriffen wird als für Wohnungen.“ Im Mittel betrage die Differenz rund 500 Euro pro Quadratmeter.

Ursachen dafür werden in der Analyse nicht genannt. Ein möglicher, nicht durch die Studie belegter, Erklärungsversuch: In den Rheinmetropolen sind die Innenstädte deutlich größer und ziehen deshalb mehr Menschen an. In Dortmund ist das Wohnungsangebot in der City begrenzt. Wer Eigentum erwerben möchte, wird vor allem in den Vororten fündig - und dort prägen Ein- und Zweifamilienhäuser das Bild.

Das teuerste Haus in Dortmund kostete im Sommer 7356 Euro pro Quadratmeter

Das teuerste Haus wechselte im dritten Quartal 2019 für einen Quadratmeterpreis von 7356 Euro den Besitzer. Im vorigen Quartal betrug der Höchstpreis 6011 Euro.

Insgesamt sind die Immobilienpreise in den vergangenen fünf Jahren in allen drei untersuchten Städten kontinuierlich gestiegen. In einem Langzeitvergleich über zehn Jahre hatte der Finanzierungsvermittler Dr. Klein aber bereits im Frühjahr analysiert, dass sich der Kauf von Eigentum in Dortmund trotzdem mehr lohne als früher.

Das liegt daran, dass trotz gestiegener Quadratmeterpreise auch das Eigenkapital der Menschen in Dortmund gewachsen ist. Dauerhaft niedrige Zinssätze würden ebenfalls dazu beitragen, dass heute in Dortmund weniger Monatsgehälter nötig sind, um eine Immobilie zu finanzieren, als noch 2007.

57.000 Eigentumswohnungen und 59.000 Ein- und Mehrfamilienhäuser

In Dortmund gibt es laut dem aktuellsten städtischen Wohnungsmarktbericht rund 57.000 Eigentumswohnungen (Stand 2017). Gleichzeitig weist der Wohnungsmarktbericht die Zahl von 59.000 Ein- und Zweifamilienhäuser aus.

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