Auch der Hochschul-Campus und der Technologiepark arbeiten zum Titelgewinn Dortmunds als Europäische Innovationshauptstadt beigetragen. © Hans Blossey
Auszeichnung in Wettbewerb

Preis aus Brüssel: Dortmund ist „Europäische Innovationshauptstadt“

Die Stadt Dortmund kann sich jetzt „Europäische Innovationshauptstadt“ nennen. Denn sie hat einen Wettbewerb der EU-Kommission gewonnen. Ausgezeichnet wird ein ganzes Bündel an Aktivitäten.

Als Stadt von Wissenschaft und Forschung will sich Dortmund präsentieren. Und dafür hat sie jetzt Rückenwind aus Brüssel bekommen. Die Europäische Kommission hat am Mittwochabend (24.11.) die Stadt Dortmund im Wettbewerb „iCapital Award 2021 – European Capital of Innovation“ zur Siegerin gekürt.

Dortmund konnte sich im Finale um den Titel der Europäischen Innovationshauptstadt gegen Dublin, Malaga und Vilnius durchsetzen. Der Titel wird vom Europäischen Innovationsrat im Rahmen des Horizon-Programms der EU-Kommission verliehen. Die Auszeichnung wird jährlich an eine europäische Stadt vergeben, die am besten ihre Fähigkeit unter Beweis stellt, Innovationen zur Verbesserung der Lebensqualität ihrer Bürgerinnen und Bürger einzusetzen.

Dortmund ist die erste deutsche Stadt, die den Preis gewonnen hat. Titelträgerin im Vorjahr war die belgische Stadt Leuven. Weitere Preisträgerinnen sind Barcelona, Amsterdam, Paris, Athen und Nantes. 2019 hatte es Dortmund ins Halbfinale geschafft.

Die EU-Kommissarin für Forschung, Innovation und Bildung, Mariya Gabriel, die den Preis im Rahmen einer Videoschalte symbolisch verlieh, hob für Dortmund jetzt vor allem das Konzept der Smart City und des Masterplans Wissenschaft 2.0 hervor. Beworben hatte sich Dortmund mit einem ganzen Bündel an Aktivitäten, die in einem Innovationsmodell unter dem Titel „Innovation next door – Zukunft aus der Nachbarschaft“ gebündelt wurden.

Das Spektrum reicht vom Masterplan Wissenschaft 2.0 über die Entwicklung des nördlichen Bahnhofsumfelds, des Hafenquartiers an der Speicherstraße, des Energiecampus in Huckarde und des HSP-Geländes bis zu Zukunftsprojekten in den Stadtteilen. Auf der Website www.innovation-next-door.de sind die Projekte und Netzwerke zusammengefasst.

„Der Preis ist ein Ergebnis von Teamwork in Dortmund als Großstadt der Nachbarn“, freute sich Oberbürgermeister Thomas Westphal. In Dortmund sei mit vielen engagierten Partnerinnen ein „nachhaltiges Innovations-Ökosystem“ aufgebaut worden. „Es ist ein Nährboden für Start-ups und Unternehmen, für Forschung und Entwicklung, für Bildung und Kultur entstanden.“

Hoch über den Dächern von Dortmund nahmen (v.l.) Prof. Dr. Herbert Waldmann, Beauftragter der Stadt für den Masterplan Wissenschaft 2.0, Wissenschaftsreferentin Angela Märtin, OB Thomas Westphal und Wirtschaftsförderungs-Chefin Heike Marzen die Auszeichnung aus Brüssel entgegen. Auf eine Reise hatte man aus Corona-Gründen verzichtet. © Roland Gorecki /Stadt Dortmund © Roland Gorecki /Stadt Dortmund

Professor Dr. Herbert Waldmann hofft als Beauftragter der Stadt für den Masterplan Wissenschaft 2.0, dass die Auszeichnung die Wahrnehmung Dortmunds als Wissenschafts- und Technologiestandort weiter beflügeln wird.

Dazu wird vielleicht auch das Preisgeld von 1 Million Euro für die Siegerstadt beitragen. Es soll, so erste Überlegungen, in Dortmund für nachbarschaftliche Innovationsprojekte etwa für Kinder und Jugendliche verwendet werden. Ein Teil soll in die Vernetzung der Stadt auf europäischer Ebene fließen. Start könnte ein europäisches Nachbarschaftsfest sein.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Oliver Volmerich, Jahrgang 1966, Ur-Dortmunder, Bergmannssohn, Diplom-Journalist, Buchautor und seit 1994 Redakteur in der Stadtredaktion Dortmund der Ruhr Nachrichten. Hier kümmert er sich vor allem um Kommunalpolitik, Stadtplanung, Stadtgeschichte und vieles andere, was die Stadt bewegt.
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Oliver Volmerich

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