Innenministerium

Polizistenmorde in Dortmund werden neu untersucht

Auf Anweisung von Innenminister Reul wird der Mord an drei Polizisten durch einen Dortmunder Neonazi neu geprüft. Und auch ein zweiter Fall aus Dortmund wird neu aufgerollt.
Vor über 20 Jahren tötete der Dortmunder Neonazi Michael Berger drei Polizisten. Der Fall wird nun neu aufgerollt.
Vor über 20 Jahren tötete der Dortmunder Neonazi Michael Berger drei Polizisten. Der Fall wird nun neu aufgerollt. © Nils Foltynowicz (Archiv)

Erst erschoss er in Dortmund den Polizisten Thomas Goretzky, dann fuhr er weiter nach Waltrop und feuerte auf einen Streifenwagen. An der Kreuzung sterben zwei Polizisten. Nun wird der Mord von Michael Berger aus dem Jahr 2000, der sich nach der Tat das Leben nahm, neu untersucht.

Der Fall ist einer von 25 „Grenzfällen“, die das NRW-Landeskriminalamt mit Blick auf ihre rechtsextremen Hintergründe erneut untersuchen soll. Das hat Innenminister Herbert Reul in dieser Woche veranlasst. Laut dem Tagesspiegel könnten noch weitere Fälle dazu kommen. Insgesamt geht es um 30 Menschen, die ermordet oder getötet wurden.

Auch Tod von Thomas Schulz wird neu untersucht

Und auch ein anderer Fall aus Dortmund wird neu aufgerollt: Die Tötung von Thomas Schulz in der Haltestelle Kampstraße. Der Punk wurde 2005 von einem rechtsextremen Skindhead mit einem Messerstich in die Brust getötet, zuvor war es zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen dem Täter und einer Gruppe Punks, die auf dem Weg zur Hirsch-Q waren, gekommen. Der Täter wurde wegen Totschlags zu sieben Jahren Haft verurteilt.

Je nach Ergebnis der Prüfung durch das LKA könnten die beiden Fälle nachträglich als Verbrechen mit rechtem Hintergrund eingestuft werden.

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