„Querdenker“-Demo: Polizei will bei Verstößen entschlossen einschreiten

3000 Teilnehmer erwartet

Rund 3000 Menschen wollen am Sonntag in Dortmund gegen den Corona-Schutz demonstrieren. Die Polizei erklärt jetzt, mit welchen Auflagen der Zug rund um den Wall stattfinden soll.

Dortmund

16.10.2020, 14:05 Uhr / Lesedauer: 2 min
Polizisten bei der bislang letzten Dortmunder Großdemo der Bewegung Anfang August auf dem Hansaplatz.

Polizisten bei der bislang letzten Dortmunder Großdemo der Bewegung Anfang August auf dem Hansaplatz. © Oliver Schaper

Die Polizei Dortmund bereitet sich intensiv auf einen Einsatz am Sonntag (18.10.) vor: Die Organisation „Querdenken 231“ hat für diesen Tag eine Versammlung in der Dortmunder Innenstadt angemeldet. Es ist mit Verkehrsbeeinträchtigungen im gesamten Bereich des Wallrings zu rechnen.

Die Demonstration soll ab zirka 14 Uhr auf dem Hansaplatz in der Dortmunder Innenstadt starten. Anschließend ist ein Aufzug über den kompletten Wallring geplant. Der Anmelder erwartet bis zu 3000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Die Abschlusskundgebung ist für zirka 17.30 Uhr auf dem Hansaplatz vorgesehen.

Einsatzleiter: „Mindestabstände sind einzuhalten“

Vor dem Hintergrund der aktuellen Pandemielage und steigender Infektionszahlen in der Stadt betont der Polizeiführer dieses Einsatzes, der Leitende Polizeidirektor Udo Tönjann, erneut die Bedeutung des Infektionsschutzes: „Wir erwarten von allen Teilnehmenden, dass sie sich strikt an die Hygiene- und Infektionsschutzregeln halten und sich und andere damit schützen.“

In enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt soll der Aufzug in Kleingruppen mit maximal fünf Personen stattfinden. „Mindestabstände sind einzuhalten“, so die Polizei. Daneben sind die Demonstranten verpflichtet, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Jetzt lesen

Udo Tönjann stellt klar: „Gegen gesundheitsgefährdendes Verhalten werden wir entschlossen und konsequent einschreiten. Gegen das Virus ist niemand resistent.“ Zur Überprüfung der Einhaltung der Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen wird die Polizei Dortmund lageabhängig auch Drohnen einsetzen, die das Versammlungsgeschehen temporär aus der Luft beobachten. Eine Aufzeichnung des Bildmaterials erfolge dabei nicht.

Die Polizei richtet ein Bürgertelefon ein

Während der Demonstration ist mit Verkehrsbeeinträchtigungen in der Dortmunder Innenstadt zu rechnen. Die Polizei Dortmund bemühe sich, diese am frühen Nachmittag so gering wie möglich zu halten. Die Polizei bittet Verkehrsteilnehmer, die Versammlung bei ihren Planungen zu bedenken und sich auf Einschränkungen einzustellen.

Die Polizei Dortmund will parallel zur Versammlung - genau wie unsere Redaktion - online regelmäßig über die Lage berichten. Außerdem richtet die Polizei für Nachfragen ein Bürgertelefon ein. Dieses ist am Sonntag ab 11.30 Uhr unter Tel. (0231) 1 32 55 55 zu erreichen.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Dortmunder Klinikum
Arbeitsdirektor am Klinikum: Jetzt geht schon der dritte Kandidat ins Rennen