„Parents for Future“ will im Kommunalwahlkampf mitmischen

dzKlimaschutz

Am Samstag gingen sie zu ihrer zehnten Klimademo auf die Straße. Und auch im Kommunalwahlkampf will die Eltern-Bewegung mitmischen – mit „Klima-Wahlprüfsteinen“.

Dortmund

, 08.02.2020, 13:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Keine Frage: Klimaschutz wird ein wichtiges Thema im Kommunalwahlkampf sein. Und spätestens seit dem Erfolg der Grünen bei der Europawahl im Mai 2019, bei der sie erstmals stärkste politische Kraft in Dortmund wurden, sind auch die meisten anderen Parteien wach geworden.

„Parents for Future“ will im Kommunalwahlkampf mitmischen

Der Friedensplatz in Dortmund war am Samstag der Treffpunkt der Demonstranten. © Freddy Schneider

Um die Dringlichkeit ihrer Forderungen zu zeigen, zogen auch am Samstagmittag (8. Februar) etwa 100 Personen zum Friedensplatz, um die Regierung zum Klimaschutz aufzufordern. Nach der Kundgebung zog die Gruppe durch die Dortmunder Innenstadt.

Welche klimapolitischen Akzente die Gruppe „Parents for Future“ dabei setzen möchte, das will sie gemeinsam mit dem Klimabündnis Dortmund herausfinden. Sie haben Klima-Wahlprüfsteine vorgelegt und wollen Parteien dazu befragen, wie weit sie auf dem Weg zur geforderten Klimaneutralität gehen möchten.

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Monatlich wollen sie damit verschiedene Themen ansprechen. Am Ende soll wenige Wochen vor der Wahl, die am 13. September stattfindet, eine Gesprächsrunde stehen, bei der Parteienvertreter mit Bürgern diskutieren sollen.

Monatlicher Themenwechsel

Der Auftakt im März steht unter dem Titel „Stadtplanung als Chance für den Klimaschutz“. Dabei soll der Frage nachgegangen werden, wie die Parteien durch Maßnahmen wie Grüngestaltung dem Klimawandel begegnen wollen. Im April geht es um klimaverträgliche Energieversorgung, im Mai und Juni um die Zukunft der Mobilität, im Juli um Ernährung und Landwirtschaft.

„Parents for Future“ will im Kommunalwahlkampf mitmischen

Nicht nur Eltern und Kinder, sondern auch Mitglieder der Nichtregierungsorganisation Attac und Greenpeace-Aktivisten waren bei der Klima-Demonstration der "Parents for Future" dabei. © Freddy Schneider

Die Antworten der Parteien werden auf der Webseite des Klimabündnis Dortmund veröffentlicht. „Bis zur Kommunalwahl entsteht so ein Bild, wie die verschiedenen Parteien den Dortmunder Weg zur Klimaneutralität gestalten möchten“, erklären Sonja Eskowitz vom Klimabündnis Dortmund und Marc Schmitt-Weigand von Parents for Future.

Forderung nach „Klimabarometer“

Ganz aktuell wollen die Klima-Aktivisten gemeinsam mit mehreren anderen Initiativen ein ganz konkretes Anliegen in die Politik einbringen. Sie fordern in einem Antrag an den Rat die Einrichtung eines „Klimabarometers“ in Dortmund.

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Es soll im Internet abrufbar sein und den Stand aller städtischen Klimaschutz-Maßnahmen „transparent, verständlich in einfacher Sprache und nachvollziehbar für die Öffentlichkeit“ darstellen.

„Parents for Future“ will im Kommunalwahlkampf mitmischen

Einige Demo-Teilnehmer fuhren mit Fahrrädern bis zum Dortmunder Rathaus vor. © Freddy Schneider

„Das Klimabarometer dokumentiert den Fortschritt der aktuellen Maßnahmen fortlaufend im Hinblick auf ihr geplantes Budget, den veranschlagten Zeitrahmen, ihre Umsetzung, sowie die Erreichung der anvisierten Klimaschutzziele“, heißt es in den Antrag.

Die Klimaschützer sind durchaus zuversichtlich, dass ihr Anliegen von der Politik unterstützt wird. In ersten Gesprächen hätten die verantwortlichen Fraktionen „ausnahmslos Interesse gezeigt“, heißt es in einer Erklärung.

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